(Symbolfoto)
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Düsseldorf. Am frühen Samstagmorgen kam es jeweils zu einem versuchten Tötungsdelikt in Friedrichstadt und in der Altstadt.

Samstag, 2. März 2019, 00.30 Uhr: Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts wurde heute ein 15-Jähriger aus Leverkusen dem Haftrichter vorgeführt. Er wird beschuldigt, in der Nacht zu Samstag einen 18-Jährigen mit einer abgebrochenen Glasflasche angegriffen und schwer verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft bewertet den Sachverhalt als versuchtes Tötungsdelikt. Die Ermittlungen dauern an.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war die vierköpfige Personengruppe rund um den Geschädigten an der “kleine” Königsallee / Ecke Graf-Adolf-Straße von der sechsköpfigen Personengruppe rund um den 15-jährigen Haupttäter zunächst ohne bekannten Grund provoziert worden. Als sich die ältere Personengruppe nicht auf das Geschehen einließ und “abrücken” wollte, kam es zunächst zu körperlichen Angriffen aus der Personengruppe des Haupttäters. Im weiteren Verlauf griff der 15-Jährige plötzlich den 18-Jährigen gezielt hinterrücks mit einer großen abgebrochenen Glasflasche an und verletzte ihn schwer. Der 18-Jährige wurde notärztlich versorgt und in einer Klinik notoperiert. Mittlerweile ist er außer Lebensgefahr.

Der junge Tatverdächtige wurde festgenommen und zur Altstadtwache gebracht. Es handelt sich um einen jugendlichen polizeibekannten Intensivtäter aus Leverkusen. Gegen eine weitere Person aus der Gruppe des Hauptbeschuldigten wird zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen dauern an. Der zuständige Richter erließ heute Nachmittag einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und ordnete die Untersuchungshaft bei dem 15-Jährigen an.

Samstag, 2. März 2019, 3.40 Uhr: Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts in der Altstadt ermitteln seit Samstagmorgen eine zweite Mordkommission der Düsseldorfer Polizei und die Staatsanwaltschaft. Ein 34-jähriger Düsseldorfer war durch Messerstiche von einem Unbekannten schwer verletzt worden. Lebensgefahr besteht nicht. Die Staatsanwaltschaft bewertete den Sachverhalt ebenfalls als versuchtes Tötungsdelikt.

Nach den bisherigen Ermittlungen wurde der 34-jährige Altstadtbesucher aus Düsseldorf aus nicht bekanntem Anlass auf der Andreasstraße von zwei entgegenkommenden, bislang unbekannten Männern mit Schlägen attackiert. Als er sich gegen die Schläge zur Wehr setzte, versetzte ihm einer der beiden Angreifer mehrere Messerstiche in den Oberkörper. Der Geschädigte stürzte zu Boden und der Täter floh unter Mitnahme des Messers mit seinem Begleiter vom Tatort. Mehrere Bekannte des Geschädigten, die sich nicht in unmittelbarer Nähe aufgehalten haben, stellten erst bei ihrer Hilfeleistung bei dem Geschädigten blutende Wunden am Oberkörper fest. Rettungsdienste und die Polizei wurden informiert und der Geschädigte wurde nach Erstversorgung vor Ort von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nicht mehr. Die Ermittlungen der Mordkommission laufen auf Hochtouren. (ots)

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