(v.l.) Julia Zupancic (stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Moerser Stadtrat), Christian Kleinenhammann (Vorstand NIAG), Frank Berger (Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag Wesel), Dr. Rolf Erfurt (Vorsitzender der Geschäftsführung NordWestBahn), Frank Heidenreich (Vorsitzender der CDU-Fraktion in der VRR-Verbandsversammlung), sowie Dr. Tobias Heinemann (Sprecher der transdev-Geschäftsführung) (Foto: privat)
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Duisburg/Moers/Rheinberg/Alpen/Xanten. Gute Nachrichten gibt es nach einem „verkehrspolitischen Abend“, bei dem führende CDU-Politiker aus Kreis und Region sich in Moers mit den Chefs des Verkehrskonzerns transdev und NordWestBahn über die Situation und Perspektiven der Regionalbahn 31 („der Niederrheiner“) austauschten: Der Schienenersatzverkehr, bei dem die transdev-Tochter „NordWestBahn“ ab Montag zweieinhalb Monate lang in einer Reihe von Verbindungen Busse statt Züge auf die Strecke zwischen Xanten und Duisburg schickt, wird am 30. April enden. Danach werden wieder Züge im ursprünglich geltenden Fahrplan eingesetzt. Das sagten die Bahn-Vertreter den Christdemokraten zu.

„Wir wissen, dass Fahrgäste die Übergangszeit als Zumutung empfinden“, so Frank Berger, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag Wesel. Doch leider habe es keine Alternative gegeben: Der Ersatzfahrplan stelle jetzt endlich wieder ein Gerüst für den Betrieb der RB 31 sicher, auf das sich die Fahrgäste verlassen könnten. Und genau das sei die zentrale Forderung gewesen, für die die CDU seit Ende vorigen Jahres auf allen möglichen Ebenen gekämpft habe.

Auch ein Gespräch mit dem Fahrgastverband Pro Bahn habe gezeigt, dass ein zuverlässiger Betrieb bei den Bahnkunden oberste Priorität habe. Frank Heidenreich, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der VRR-Verbandsversammlung: „Es war ein Unding, dass Pendler oft am Abend nicht wussten, ob ,ihr‘ Zug zur Arbeit am nächsten Morgen fährt“. Insoweit sei es nur konsequent gewesen, dass der Verkehrsverbund der Anregung der CDU folgte und die NordWestBahn wegen dieser schlechten Leistungen abmahnte.

Beim „verkehrspolitischen Abend“ mit den CDU-Politikern in Moers äußerten jetzt sowohl Dr. Tobias Heinemann (Sprecher der transdev-Geschäftsführung) als auch Dr. Rolf Erfurt (Vorsitzender der Geschäftsführung  NordWestBahn) ihr Bedauern über die Situation der letzten Wochen und Monate. Sie spiegele leider ein Problem der gesamten Branche – bundesweit gebe es schlichtweg viel zu wenige Lokführer. Ihre Unternehmen hätten darauf reagiert und bemühten sich intensiv um neue Mitarbeiter. „Wir sind sicher, dass wir hier nach dem 30. April genügend Triebfahrzeugführer für die Rückkehr zum regulären Betrieb haben werden“, so Dr. Rolf Erfurt.

Unterstützung bekommen transdev und NordWestBahn auch aus der Region Niederrhein: In Moers bildet die NIAG in einer eigenen Schule Lokführer aus. Wie deren Absolventen den Personalstamm der NordWestBahn stärken können, wird gerade ausgelotet, schilderte NIAG-Vorstand Christian Kleinenhammann bei der Gesprächsrunde in Moers. Die entsprechenden Verträge werden zurzeit vorbereitet, so Frank Berger, der auch stellvertretender Vorsitzender des NIAG-Aufsichtsrates ist.

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