(Foto: Martin-v.baier@t-online.de)
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Essen. In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga haben die Hot Rolling Bears Essen am vergangenen Samstag ihr Spiel bei BBC Warendorf mit 52:73 (6:20, 17:17, 10:20, 19:16) deutlich verloren.

Bears-Coach Markus Pungercar wusste, dass ihm ohne die niederländische Nationalspielerin Ilse Arts, die zurzeit mit ihrem Landeskader in Japan unterwegs ist, ein wichtiger Baustein in der taktischen Ausrichtung fehlt. Dennoch waren die Bären in der Vorbereitung auf das Spiel davon überzeugt, dem Gastgeber Paroli bieten zu können.

Die Essener begannen mit Center Walter Vlaanderen, Jens Hillmann, Romario Biswane und Joel Schaake. Für Ilse Arts kam Ein-Punkte-Spieler Oleg Kyrylenko in die Starting-Five.

Warendorf brannte zu Beginn ein wahres Feuerwerk ab. Das Team zeigte, dass es die knappe Hinspielniederlage wettmachen wollte, und vor allem die letzte Chance im Kampf um die Playoff-Plätze annahm. Schnell gerieten die Bears mit 2:10 in Rückstand und konnten in dieser frühen Spielphase dem schnellen druckvollen Spiel der Westfalen nichts entgegensetzen. Mit einem 6:20-Rückstand ging es in das zweite Viertel.

Pungercar versuchte, im Rahmen der Möglichkeiten, taktische Änderungen vorzunehmen. Er brachte im Wechsel mit Hannfrieder Briel und Steffen Rundholz zwei weitere Center. Die Bären kamen jetzt besser ins Spiel und gestalteten das Viertel ausgeglichen; den Rückstand konnten sie jedoch nicht verkürzen. Spielstand zur Halbzeitpause: 23:37.

Im dritten Viertel zogen die Bears an und kamen bis auf 10 Punkte ran. Hier war es vor allem Romario Biswane, der mit drei „Dreiern” in Folge die Bären zurück ins Spiel brachte. Im weiteren Verlauf musste sich das Team jedoch dem enormen Druck der Gastgeber geschlagen geben. 33:57 hieß es vor den abschließenden zehn Minuten.

Im letzten Spielabschnitt überraschten die Essener dann alle Anwesenden in der Warendorfer Spielstätte, da sie nur noch mit vier Spielern auf dem Parkett standen. Aufgrund der 14,5-Punkte-Regelung versuchten die Bears mit vier hoch punktierten Spielern dem Gastgeber eine körperlich starke Mannschaft entgegen zu stellen. Die ungewöhnliche Variante zeigte Erfolg; es gelang dem Team, das abschließende Viertel mit 19:16 zu gewinnen. An der deutlichen und verdienten 52:73-Niederlage änderte dies jedoch nichts mehr.

Pungercar unmittelbar nach dem Spiel: „Leider fehlten uns heute die Möglichkeiten, Warendorf über die ganze Begegnung hinweg Gegenwehr zu bieten. Der Ausfall von Ilse Arts war nicht zu kompensieren, auch wenn mein Team aufopferungsvoll gekämpft hat und wir alles versucht haben. Jetzt haben wir eine Woche Zeit, um die Niederlage zu verarbeiten. Gegen Hannover wollen wir wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.”

Die Punkte erzielten: Biswane (16), Briel (13), Schaake (8), Hillmann (6), Vlaanderen (5), Rundholz (4), Kyrylenko, Ouald-Abbou.

Die nächste Begegnung bestreiten die Hot Rolling Bears am kommenden Sonntag, 24. Februar, zuhause gegen Hannover United 2.

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