V.l.: Direktor Dr. Jochen Reiter, Dezernentin Helga Stulgies, Sandra Honigs, Leiterin der Zucht- und Schutzstation für Amphibien mit Team Beate Pelzer, Patrick Appelhans, Linda Wefers, Marc Meßing mit Sohn Henrik und Jörg Adler von Stiftung Artenschutz (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister)
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Düsseldorf. Das Amphibienprojekt “Quaken für das Klima – die Zucht- und Schutzstation für Amphibien Düsseldorf” des Aquazoo Löbbecke Museum wurde bereits in den Jahren 2015 und 2016 als offizielles Projekt der UN-Dekade “Biologische Vielfalt” gewürdigt. Nun wurde es zum dritten Mal ausgezeichnet. Geehrt werden Projekte, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Umweltdezernentin Helga Stulgies zeichnete das Projekt “Quaken für das Klima – die Zucht- und Schutzstation für Amphibien Düsseldorf” am Freitag, 15. Februar, im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade aus und überreichte die Urkunde an das Projektteam.

“Im zehnten Jahr arbeitet das Projekt erfolgreich für den Erhalt bedrohter Amphibien. Viele Menschen werden damit im Aquazoo für die dringende Notwendigkeit des Klimaschutzes sowie der biologischen Vielfalt sensibilisiert”, erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Diversität der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, ihre Wechselwirkungen untereinander und zur Umwelt sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und der Lebensräume. Diesen Reichtum zu schützen, bedeutet nicht nur, die Schönheit der Natur zu bewahren. Es bedeutet auch, die Grundlagen des Überlebens von uns allen zu sichern.

Im Rahmen des Programms “Die Schöpfung bewahren – 30 Initiativen für den Klimaschutz in Düsseldorf” konnte 2008 ein in dieser Form einzigartiges Projekt ins Leben gerufen werden: “Düsseldorf schützt Arten vor dem Aussterben”. Im Zuge der Umsetzung wurde die Zucht- und Schutzstation für Amphibien aufgebaut. Hervorragende Grundlage für die Umsetzung dieses Projektes war und ist das Know-how des Aquazoo Löbbecke Museum. Zahlreiche Projekte, sowohl im natürlichen Habitat der Amphibien, als auch in menschlicher Obhut, werden so vom Aquazoo unterstützt oder selbst durchgeführt.

Artenschutz kann auch im Kleinen, fern der Heimat der bedrohten Tiere, stattfinden. So werden im Aquazoo durch Erhaltungszuchten Arten vor der endgültigen Ausrottung bewahrt und über Generationen hinweg erhalten. Zuchterfolge tragen unter anderem dazu bei, dass das Wissen um die Biologie dieser Arten wächst und somit auch der gezielte Schutz vor Ort verbessert werden kann. Gewonnene Erkenntnisse werden dokumentiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Zahlreiche erfolgreiche Erstzuchten seltener Arten machen Hoffnung für den Erhalt der bedrohten Amphibien. So wirbt der Aquazoo außerdem für ein besseres Image der Amphibien und informiert über diese faszinierende Tiergruppe.

Seit der Wiedereröffnung nach der umfangreichen Sanierung des Aquazoo Löbbecke Museum sind erneut zahlreiche Amphibienarten, sowohl heimische als auch exotische, in der Ausstellung des Institutes zu bewundern. Die besondere Biologie dieser Tiergruppe wird im Raum der Amphibiengestalt anschaulich erläutert. Erstmals widmet sich auch ein eigener Raum dem Thema Artenschutz. Dort werden Klimawandel, Verlust der biologischen Vielfalt und die Amphibienkrise thematisiert. Amphibien brauchen weltweit Schutz und Hilfe – auch vor unserer Haustür.

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Dieser Einsatz hat die Jurorinnen und Juroren des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. Das Amphibienprojekt hat für die erneute Auszeichnung eine Urkunde erhalten und darf das Auszeichnungsschild weiterhin am Gebäude tragen.

Die Auszeichnung dient als Qualitätssiegel und macht den Beteiligten bewusst, dass ihr Einsatz für die lebendige Vielfalt Teil einer weltweiten Strategie ist. Möglichst viele Menschen sollen sich von diesen vorbildlichen Aktivitäten begeistern lassen und die ausgezeichneten Projekte als Beispiel nehmen, selbst im Naturschutz aktiv zu werden.

Rahmenprogramm
Umrahmt wurde die Veranstaltung mit einem musikalischen Programm: Das Orchester der Klasse 4a der Gemeinschaftsgrundschule Rolandstraße spielte “So klingt der Wald der Moosfrösche” und den “Kröten-Blues”. Dr. Jochen Reiter, Direktor des Aquazoo Löbbecke Museum, Jörg Adler von der Stiftung Artenschutz sowie Sandra Honigs, Leiterin der Zucht- und Schutzstation für Amphibien Düsseldorf, hielten Reden.

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