Annette Faßbender +11.2.2019 (Foto: privat)
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Mülheim. Der Kirchenkreis An der Ruhr trauert um Annette Faßbender. Die langjährige Flüchtlingsreferentin ist am Montag unerwartet verstorben.

„Annette Faßbender hat sich in ihrer Arbeit als Wächterin und Brückenbauerin verstanden. Ein offenes Ohr für die Anliegen der Geflüchteten zu behalten, war ihr stets wichtig. Ihr Tod schmerzt uns sehr. Unsere Gedanken und Gebete sind nun bei ihren Angehörigen“, sagt Superintendent Gerald Hillebrand. Seit 1988 war Annette Faßbender Flüchtlingsreferentin des Mülheimer Kirchenkreises. Annette Faßbender beriet und begleitete Flüchtlinge im Asylverfahren, schulte ehrenamtliche Flüchtlingshelfer und vermittelte im Kontakt mit den Behörden.

Ratsuchende wie auch Institutionen schätzten sie als Ansprechpartnerin auf Augenhöhe. Annette Faßbender lag es immer am Herzen, bei ihrem Gegenüber Verständnis für die Perspektive des jeweils anderen zu wecken.

Mit ihrer Arbeit bot sie Geflüchteten bei der Ankunft in Mülheim einen sicheren Hafen. Gleichzeitig gab sie Mülheimern in Gesprächen und Veranstaltungen immer wieder Einblicke in das Leben der Geflüchteten in ihren Herkunftsländern. Für sie war ihre Tätigkeit als Flüchtlingsreferentin nicht nur ein Beruf, sondern Berufung.

Annette Faßbender wurde 57 Jahre alt. Sie hinterlässt einen Mann und einen erwachsenen Sohn. Wir werden sie sehr vermissen.

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