(Symbolfoto)
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Moers. Die drei Fraktionsvorsitzenden des Bündnisses für Moers, Atilla Cikoglu (SPD), Christopher Schmidtke (Bündnis 90/Die Grünen) und Claus Peter Küster (Die Grafschafter) übermittelten heute an Bürgermeister Christoph Fleischhauer den Beschlussvorschlag: „Moers – sicherer Hafen“ für den Rat der Stadt Moers. Demnach fordere der “Rat der Stadt Moers … den Bürgermeister auf, Bundeskanzlerin Angela Merkel Unterstützung zur Aufnahme der im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge anzubieten.”

“Wir würden es begrüßen”, heißt es von den Fraktionsspitzen des Bündnis für Moers, “wenn der Bürgermeister dazu mit den Bürgermeistern der wir4-Städte Kontakt aufnimmt, mit dem Ziel, sich in einem gemeinsamen Schreiben an die Bundeskanzlerin dem Brief der Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf und Bonn anzuschließen (mit Verweis auf Anlage, Anm. der Red.).

Im Vorfeld möge sich der Bürgermeister, wenn möglich gemeinsam mit den Bürgermeistern der wir4-Städte, an den Ministerpräsidenten des Landes wenden, mit der Bitte, landesweit nach Möglichkeiten zu suchen, zusätzliche Flüchtlinge aus der Seenotrettung in NRW aufzunehmen.

Begründung

Der Rat der Stadt Moers unterstützt die Initiative der Oberbürgermeister von Köln, Düsseldorf und Bonn, Henriette Reker (parteilos), Thomas Geisel (SPD) und Ashok Sridharan (CDU) die sich in ihrem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel ‘gegen die vermeintlich herrschende Stimmung stellen, dass Zäune und Mauern statt eines gerechten europäischen Verteilsystems die Not der Geflüchteten lösen könnten’. Und weiter: Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen. Bis eine angestrebte europäische Lösung vereinbart sei, ist es dringend geboten, die Seenotrettung im Mittelmeer wieder zu ermöglichen und die Aufnahme der geretteten Menschen zu sichern.

Der Deutsche Städtetag steht hinter dem Anliegen. ‘Solange Menschen auf der Flucht im Mittelmeer sterben, muss es intensive politische Anstrengungen geben, dieses Drama zu lösen. Der Deutsche Städtetag hält es deshalb für eine große Geste, dass die Städte Köln, Düsseldorf und Bonn ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen wollen’, sagte Verena Göppert, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Städtetages.

2015 und 20116 war die Stadt Moers schon einmal ein „sicherer Hafen“ für viele Geflüchtete aus dem syrischen Bürgerkrieg. Großes ehrenamtlichen Engagement hat dazu beigetragen, dass Moers vielen eine neue Heimat geboten hat ist. Unsrer Stadt hat eine lange Tradition Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern erfolgreich in die Stadtgesellschaft zu integrieren und hat die neuen Mitbürgerinnen und Mitbürger immer als Bereicherung erlebt.” … – Antrag Ende

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