Nils Hofferbert gegen Wernigerode (Foto: Santana Raus)
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Kaarst. Bundesligist verliert zu Hause gegen Wernigerode und Schenefeld

Die DJK Holzbüttgen musste sich in beiden vergangenen Heimspielen sowohl am Samstag gegen die Red Devils Wernigerode, als auch am Sonntag gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld geschlagen geben. Zu viele kleine Fehler, sowie einige defensive Unsicherheiten führten dazu, dass die DJK einen Rückschlag im verbleibenden Kampf um die Tabellenplatzierung hinnehmen muss.

Für das 2:12 zugunsten der Red Devils aus dem vergangenen Pokalspiel zwei Wochen zuvor wollte man sich revanchieren. So war die Devise eine gute Defensivleistung abzurufen und zu Anfang keine gefährlichen Torchancen zuzulassen. Dies sollte im Verlauf des Spiels vor 141 Zuschauern auch funktionieren, bis zum Ende des zweiten Drittels stand es lediglich 1:1 durch ein Tor der Gäste in der vierten Minute und den Ausgleichstreffer von Ilari Suuronen ein paar Minuten darauf.

Das letzte Drittel wurde dann durchaus torreicher. Benedikt Mix erhöhte in der dritten Minute auf 2:1, doch wussten auch die Gäste aus Wernigerode ihre Chancen zu nutzen und konnten zunächst ausgleichen und daraufhin mit 2:3 in Führung gehen. Das Spiel war attraktiv und spannend – Holzbüttgen kam zu guten Chancen, spielte in dieser Phase mit viel Energie und konnte so fünf Minuten vor Schluss ausgleichen. Knapp zwei Minuten vor Schluss war es dann eine gegebene Strafe, die den Ausgang entscheiden sollte. Holzbüttgen musste aufgrund einer 2-Minuten-Strafe den Rest des Spiels in Unterzahl bestreiten. Wernigerode wusste dies zu nutzen und konnte in der letzten Spielminute einen Treffer erzielen. So lautete der Endstand 3:4 aus Sicht Holzbüttgens.

Trotz der enttäuschenden Niederlage gegen Wernigerode wirkte die DJK am Sonntag entschlossen und wollte den 196 gekommenen Zuschauern einen spannenden Floorball-Nachmittag bereiten. Zudem traf man mit Blau-Weiß Schenefeld auf einen Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel, die Mitnahme der drei Punkte wäre also besonders erfreulich gewesen.

Das Spiel begann für Holzbüttgen durchaus holprig, zwei 2-Minuten-Strafen in den ersten Spielminuten sorgten für eine gewissen Anfälligkeit, die Schenefeld zu nutzen wusste und mit 0:1 in Führung ging. Dennoch zeigten sich in diesem Spiel beide Teams zu Beginn konzentriert, ließen den Ball in den eigenen Reihen laufen und kamen zu einigen guten Abschlüssen. Ein sehenswerter Penalty, ausgeführt durch Janik Pfeiffer, markierte den Zwischenstand von 3:2 nach dem ersten Drittel. Wie bereits am Vorabend verlief das Spiel sehr knapp, und Tore auf beiden Seiten führten zu einem Spielstand von 4:5 zum Ende des zweiten Drittels und somit für eine spannende Ausgangslage im Schlussdrittel.

In der 4. Minute des Schlussdrittels folgte jedoch zunächst ein Rückschlag auf Seiten des Heimteams aus Holzbüttgen. Schenefeld konnte mit zwei Toren die Führung auf 4:7 ausbauen. Die DJK konnte einige Minuten darauf auf 5:7 und 6:7 verkürzen.

In den letzten 10 Minuten dieser Partie rannten die Holzbüttgener unermüdlich an und versuchten zurück in die Partie zu finden. Ein weiterer Penalty, sowie ein weiteres Überzahlspiel aufgrund einer Zeitstrafe Schenefelds führte zu keinem Torerfolg. Auch ohne Torhüter und mit einem sechsten Feldspieler kamen sie noch einmal zu gefährlichen Möglichkeiten, ein Tor wollte allerdings nicht mehr gelingen.

Die zwei Niederlagen wiegen schwer. Über das Wochenende erhielt man die rote Laterne zurück. Nun bleiben noch vier weitere Spiele in der regulären Saison, um die Lage in der Tabelle zu verbessern und sich von dem letzten Tabellenplatz zu verabschieden. Die nächste Gelegenheit ist in zwei Wochen auswärts in Berlin.

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