Prof. James Mayer mit Direktorin Prof. Serena DeBeer, Leiterin der Abteilung ‚Anorganische Spektroskopie‘ am MPI CEC (Foto: © MPI CEC)
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Mülheim. Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim zeichnete gestern Prof. Dr. James Mayer von der Yale University mit dem „Frontiers in Chemical Energy Science“ Award aus.

Den Preis verleiht das MPI CEC an einen international renommierten Wissenschaftler für besondere Verdienste auf dem Gebiet der „Chemischen Energiekonversion“. Im Rahmen der Preisverleihung hält der Preisträger sowohl einen Festvortrag als auch mehrere zusätzliche Vorlesungen für Nachwuchswissenschaftler der Region und steht für wissenschaftliche Diskussionen zur Verfügung.

Einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Katalyseforschung mit Fokus auf Redoxreaktionen – der Preisträger Prof. James Mayer

„Es ist für uns eine große Ehre, dass James Mayer, der einer der führenden Wissenschaftler auf seinem Gebiet ist, unser Max-Planck-Institut besucht und unseren jungen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit für Fragen und wissenschaftliche Debatten gibt“, erklärt Gründungsdirektor Prof. Robert Schlögl.

Die Direktoren, Prof. Serena DeBeer, Prof. Walter Leitner und Prof. Robert Schlögl, wollen, dass vor allem die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts die Chance nutzen, um mit James Mayer persönlich in Kontakt zu treten.

In seinen Vorträgen sprach Prof. Mayer über die Entwicklung von grundlegenden Konzepten des protonengekoppelten Elektronentransport (PCET). Seine Forschung trägt im großen Umfang dazu bei, fundamentale Fragen der Chemie zu beantworten. So konnte er anhand vielfältiger Untersuchungen von Organometallkomplexen und Nanopartikeln ein weitreichendes Verständnis über PCET-Reaktionen erhalten. Diese Reaktionen spielen eine wichtige Rolle in verschiedensten Energiekonversions-Technologien, wie zum Beispiel für Brennstoffzellen oder Solarzellen.

Von Harvard über das ‚Caltech‘ und Washington nach Yale

Prof. Dr. James Mayer hat 1978 sein Studium an der Harvard Universität abgeschlossen, bevor er 1982 am California Institute of Technology (‚Caltech‘) promovierte. Nach einer langjährigen Lehrtätigkeit als Professor für Chemie an der University of Washington wechselte er 2014 an die Yale Universität.
Mayer ist ein Wissenschaftler, dessen Interessen die Bereiche anorganische, stoffliche, bioanorganische, metallorganische und physikalisch-organische Chemie umfassen. Sein Hauptaugenmerk liegt auf Redoxreaktionen, die sowohl Bindungsbildung als auch Bindungsspaltung beinhalten.

Sein Einfluss wird durch eine lange Liste von Auszeichnungen unterstrichen, zuletzt durch den ‚ACS Award 2018 in Inorganic Chemistry‘ der renommierten American Chemical Society.
Prof. Mayer steuerte zudem bereits zahlreiche Forschungsartikel, Buchkapitel und Rezensionen zu Sammelbänden und Journalen bei und hält Vorträge an Universitäten und Forschungseinrichtungen auf der ganzen Welt.

Den Frontiers Award erhält Prof. Mayer für seine herausragenden Beiträge zum Verständnis protonengekoppelter Elektronenübertragungsreaktionen.

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