Der Baum auf der Mittelinsel der Eichenstraße steht im Nittelpunkt einer Anfrage der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Rheinhausen (Foto: Ferdi Seidelt)
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Duisburg. Ihre besten Jahre hat die Eichenstraße in Oestrum sicherlich hinter sich. Die Höfe wie der an der Moerser Straße oder der am Miet-Partycenter „Jägerhof“ betonen nach wie vor den dörflich-bäuerlichen Charakter. Landwirtschaftliche Gemäuer, das trutzige, denkmalgeschützte Backsteingebäude Nr. 7, Häuser aus verschiedenen Jahrzehnten, einige moderne Bau-Juwelen. Mitten auf der vielfach geflickten Asphaltpiste die von ungepflegten Bodendeckern umgebene „Dorfeiche“. Ein schmiedeeisernes Gitter um den Baum-Methusalem betont, dass es sich hier nicht nur bloßes Straßenbegleitgrün handelt. Eine Verkehrsinsel mit Strahlkraft, Symbolik, Geschichte. Doch droht ihr jetzt Arges, gar das Aus?

Im Oktober 2018 hat die Bezirksvertretung Rheinhausen den Um- und Ausbau der  in die Jahre gekommenen Eichenstraße mit Vollausbau, Mischverkehrsfläche und Kanalarbeiten für 2019 beschlossen. Die CDU-Fraktion ist in der Folge wiederholt von Anwohnern der Eichenstraße hierzu angesprochen worden. Es wird gefragt, welche Maßnahmen geplant seien. Darüber hinaus besteht Unsicherheit über die Frage nach einer Fällung der Eiche und den Ersatz durch einen anderen Baum beziehungsweise eine andere Baumart. Die einem Naturdenkmal nahe Eiche wird als Ortsbild prägend und identifikationsstiftend angesehen. Es wird befürchtet, dass sich das Ortsbild an der Eichenstraße nachteilig verändert.

Grund genug für die Union, diese Fragen nun auch in der Bezirksvertretung am 31. Januar zu stellen. Ihr Wunsch ist der Erhalt des Wahrzeichens oder ersatzweise ein würdiger Neuanfang  der Grüninsel mit Baum plus Bienen- und Insekten-freundlicher Flora. Die CDU: „Durch diese Maßnahmen kann ein weiterer Beitrag zur Erhaltung von Tierarten und zur Gestaltung des öffentlichen Raums geleistet werden.“

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