Larissa Eifler (TSV Bayer Dormagen) in Aktion (Foto: Heinz J. Zaunbrecher)
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Dormagen. Der 44. Junioren-Weltcup „Preis der Chemiestadt“ in Dormagen bot alles, worauf die Zuschauer und Veranstalter sich gefreut hatten: Weltklasse Niveau, spannende Gefechte und tolle Stimmung auf den Rängen. Der Weltcup-Sieg ging bei den Herren an den Italiener Lorenzo Roma, bei den Damen setzte sich die Französin Sarah Noutcha gegen die Konkurrenz durch. Bester Deutscher Akteur war der Eislinger Antonio Heathcock auf Platz Drei.

Beste Dormagener Fechterin war Larissa Eifler, die sich auf dem neunten Platz einreihte. Wie beim Weltcup eine Woche zuvor in Warschau, hatte sich die 19-jährige bis in die Runde der besten 16 vorgekämpft. Dort beendete die Italienerin Giulia Arpino die Medaillenträume der Lokalmatadorin denkbar knapp mit 15:14. „Solche Niederlagen tun natürlich besonders weh“, so TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald.

Im Tableau der besten 32 hatte Eifler sich zuvor mit 15:12 gegen ihre deutsche Nationalmannschaftskollegin Julika Funke (FC Würth Künzelsau) durchgesetzt. Im letzten Jahr hatte an gleicher Stelle noch Funke mit 15:14 die Oberhand behalten. „Larissa ist jetzt zweimal knapp im Achtelfinale gescheitert. Ich bin mir aber sicher, dass sie in der Saison auch diese Hürde noch nehmen wird“, ist Kawald überzeugt vom Potenzial der Dormagenerin.

Im Finale der Damen schnappte sich die Französin Sarah Noutcha vom UC Strasbourg mit einem deutlichen 15:8 Erfolg gegen die Russin Alina Mikhailova den Weltcup-Sieg. Arpino Giulia und Oleksandra Bondar (Ukraine) teilten sich den dritten Platz.

Bei den Herren reichte es nicht für eine Überraschung aus Dormagener Sicht. Bester Fechter des TSV war Stefan Friedheim, der den Sprung unter die Top 32 schaffte und dort mit 12:15 am Italiener Giacomo Mignuzzi scheiterte. In der Endabrechnung reichte das für Rang 28.

Die Zuschauer im Sportcenter sahen mit Antonio Heathcock vom TSG Eislingen dennoch einen Deutschen in den Finalgefechten. Der erst 16-jährige hatte sich überraschend für das Halbfinale qualifizieren können, musste sich dort jedoch dem späteren Sieger Lorenzo Roma mit 8:15 beugen. Roma setzte sich anschließend im Finale knapp mit 15:13 gegen Eliott Bibi aus Frankreich durch. Bibi hatte zuvor Giacomo Mignuzzi auf Rang Drei verwiesen, den dieser sich mit Heathcock teilte.

Ausrichter Olaf Kawald zog nach dem letzten Gefecht ein positives Fazit: „Mit über 300 Fechterinnen und Fechtern aus rund 30 Nationen war der Weltcup wieder ein Event auf Weltklasse Niveau.“ Zahlreiche Zuschauer hatten sich für die Finalgefechte auf der Tribüne des TSV Bayer Sportcenter eingefunden. „Die Stimmung war super und die Ränge gut gefüllt. Unsere Olympioniken Max Hartung, Benedikt Wagner und Matyas Szabo haben durch den Abend geführt und ich bin mir sicher, dass die Veranstaltung den Sportlern und auch den Zuschauern jede Menge Spaß gemacht hat“, schloss Kawald, der sich auch über den Besuch zahlreicher Sponsoren und Lokalprominenz freute, zufrieden.

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