(Foto: privat)
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Grevenbroich. Staatssekretärin Serap Güler diskutiert mit Heike Troles und ihren Gästen

Wie sieht eine gelungene Integration aus, wo fängt sie an, wo hört sie auf, wer muss mitmachen – der Fragenkatalog zum Thema Integration ist umfassend und bei einem Treffen nicht erschöpfend zu beantworten. Einige dieser Fragen haben die Mitglieder des Integrationsrates aus Grevenbroich trotzdem mit ihrer zuständigen Landtagsabgeordneten Heike Troles und der eigens für sie eingeladenen Staatssekretärin Serap Güler diskutiert.

Die Staatssekretärin stellte zunächst anschaulich die Widersprüchlichkeit des Themas dar:  einerseits können wir nicht alle Menschen, die nach Deutschland kommen hier beheimaten, andererseits sehen wir deren nachvollziehbare Gründe und die Not, die sie auf den langen Weg zu uns schickt.

„Daher ist es wichtig, dass wir für Deutschland klare Regeln der Einwanderung haben und diese in die Welt kommunizieren“, sagte Heike Troles.

Gleichzeitig müssen wir die Integration in der öffentlichen Wahrnehmung als das darstellen, was wir in unserem Alltag persönlich erleben: das gute Miteinander von Nachbarn, Freunden, Mitschülern, Geschäftspartnern, die sich ein sicheres und gutes Leben in unserer Heimat aufbauen und es bewusst leben. „Diese positive Sichtweise und deren Darstellung muss die populistisch geschürte Angst endlich ablösen“, bekräftigte Serap Güler.

Daher wird in nächster Zukunft eine Kampagne des Integrationsministeriums in den Medien erscheinen, um die bereits optimal vollzogene Integration von prominenten und nicht prominenten Bürgern aus NRW aufzuzeigen.

Ob es einen staatlichen Leitfadens der Integration bedarf, konnte bei diesem Zusammentreffen nicht geklärt werden. „Diese Frage könnte doch eine gute Diskussionsbasis für das nächste Treffen des Integrationsrat Grevenbroich  sein“ – regte die Staatssekretärin Güler abschließend an.

Zuvor hatten die Grevenbroicher Besucher die angeregte Debatte der Abgeordneten im Plenarsaal von der Besuchertribüne mitverfolgt. Das Gesetz zur Änderung des Teilhabe- und Integrationsgesetzes stand auf der Tagesordnung des Landtags und flankierte somit optimal das anregende Treffen im Landtag.

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