Über den Besuch von Nina und Michael Tollhausen mit Baby Larissa, dem 400. Neugeborenen in diesem Jahr im Grevenbroicher Krankenhaus, und dem „großen Bruder“ Samuel freuten sich Oberärztin Dr. Katharina Thies, die Leitende Hebamme Heike Römer und Stationsleitung Hannah Schmitz (hinten von rechts) (Foto: RKN-Kliniken)
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Grevenbroich. Den Fototermin verschlief die kleine Larissa. „Sie ist sehr ruhig, ein liebes Kind“, sagt ihre Mutter Nina Tollhausen zärtlich. Zusammen mit ihrem Mann Michael und Larissas „großem“ Bruder Samuel (dreieinhalb Jahre alt), war sie gestern noch einmal im Kreißsaal des Grevenbroicher Krankenhauses S. Elisabeth zu Besuch, um ihre Tochter der Oberärztin Dr. Katharina Thies vorzustellen. Denn Larissa – 57 Zentimeter groß und 4020 Gramm schwer – ist das 400. Baby, das in diesem Jahr im Kreiskrankenhaus Grevenbroich geboren wurde. Am Tag der deutschen Einheit, dem 3. Oktober, und damit vier Tage nach dem errechneten Termin, kam sie um 12.34 Uhr zur Welt. Und hatte es dann plötzlich doch ziemlich eilig, wie ihre Mutter erzählt.

Für Nina Tollhausen war früh klar, dass sie auch ihr zweites Kind in der Grevenbroicher Klinik auf die Welt bringen wollte. „Schon bei Samuels Geburt haben wir uns hier richtig gut aufgehoben gefühlt. Die Betreuung ist sehr persönlich“, findet die 35-Jährige, die sich besonders bei Hebamme Adina Müller und Assistenzärztin Sonu Joel bedankt, „und da die Schwangerschaft unkompliziert war, fiel uns die Entscheidung leicht.“ Ehemann Michael (36), der bei der Sparkasse in Grevenbroich angestellt ist, hat erst einmal vier Wochen Erziehungsurlaub genommen, um seine Frau zuhause in Wevelinghoven ein wenig zu unterstützen und die erste Zeit zu viert zu genießen.

Mit den stolzen und glücklichen Eltern freut sich neben der Familie und Freunden besonders Kreißsaal-Oberärztin Dr. Katharina Thies über Larissas Geburt. Denn die zeigt, dass die Geburtenzahlen im Grevenbroicher Krankenhaus an der von-Werth-Straße wieder deutlich steigen. Im vergangenen Jahr war die 400. Geburt im Grevenbroicher Krankenhaus erst Ende November gezählt worden. „Wir haben jetzt schon etwa 70 Geburten mehr zu verzeichnen als zum Vergleichsdatum im vergangenen Jahr“, sagt die Geburtshelferin. Sie ist darum zuversichtlich, dass bis Jahresende die 500er-Grenze überschritten wird. Anlass für diese Prognose geben auch die gut besuchten Infoabende und die bereits jetzt vorliegenden Anmeldungen zur Geburt.

Die 33-Jährige, die seit 2017 als Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe bei den Rhein-Kreis Neuss Kliniken tätig ist, hat erst im März die ärztliche Leitung im Grevenbroicher Kreißsaal übernommen. Seither konnten zwei weitere Hebammen für die Schlossstadt-Klinik gewonnen werden, „so dass sich die personelle Lage deutlich entspannt hat“, wie Dr. Thies sagt. Die gebürtige Kölnerin absolvierte ihr Medizinstudium in ihrer Heimatstadt, war nach dem Praktischen Jahr drei Jahre an einer Klinik in Remscheid beschäftigt. Der Ruf als Operateur von PD Dr. Günter Noé, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, bewog sie dann 2015, zu den Rhein-Kreis Neuss Kliniken zu wechseln. „Die Erfahrungen in der minimal-invasiven Chirurgie nützen mir natürlich auch bei der Geburtshilfe“, sagt Dr. Katharina Thies. Sie möchte den werdenden Müttern eine Geburt ermöglichen, die zugleich „natürlich und sicher“ ist. „Die Geburt soll möglichst natürlich verlaufen. Wir beziehen die Patientin in jede Entscheidung ein, berücksichtigen, was sie braucht, was ihr guttut“, beschreibt die Fachärztin ihre Maxime, „gleichzeitig soll ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet sein.“ Dies gelingt unter anderem durch die enge Zusammenarbeit mit der Kinderklinik des Neusser Lukaskrankenhauses. Darüber hinaus hat die Medizinerin weitere Schulungen für Hebammen und Assistenzärzte auf der Station eingeführt. So unterweist etwa Dr. Tilo Robitzsch, Oberarzt der Klinik für Anästhesie, in der Reanimation von Neugeborenen. „Diese Kenntnisse werden glücklicherweise kaum gebraucht, umso wichtiger ist es, dieses Wissen regelmäßig aufzufrischen“, sagt Dr. Katharina Thies.

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