Stadtdirektor und Jugenddezernent Burkhard Hintzsche (links) und Jugendamtsleiter Johannes Horn gaben einen Ausblick auf das neue Kindergartenjahr 2018/19 (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Uwe Schaffmeister)
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Düsseldorf. Das am Mittwoch, 1. August, beginnende Kindergartenjahr 2018/2019 startet mit 26.300 Betreuungsplätzen für Kinder bis zum Schuleintritt. Am Ende sollen es rund 27.300 Plätze sein. Der Ausbau der Kinderbetreuung bedeutet ein “Mehr” an Kindertagesstätten sowie an Erzieherinnen und Erziehern.

“Wir unternehmen weiterhin große Anstrengungen zum Ausbau der Kinderbetreuung in Düsseldorf”, unterstreicht Stadtdirektor und Jugenddezernent Burkhard Hintzsche zu Beginn des neuen Kindergartenjahres. „Das gilt sowohl für die Gewinnung geeigneter Grundstücke, den Bau neuer Kitas als auch für die Gewinnung zusätzlicher Erzieherinnen und Erzieher, die wir zur Betreuung von mehr Kindern benötigen. Der qualifizierte Ausbau der Kinderbetreuung ist und bleibt eine Daueraufgabe”.

Düsseldorf ist bei der Kinderbetreuung gut positioniert: Mit einer Versorgungsquote von rund 48 Prozent bietet die Landeshauptstadt für fast jedes zweite Kind im Alter von unter drei Jahren einen Betreuungsplatz an; für Kinder über drei Jahren liegt die Quote bei 99 Prozent. Dabei wurden im letzten Jahr gegenüber 2016 insgesamt 750 mehr Kinder im Alter von unter sechs Jahren verzeichnet. Dies zeigt die besondere Problematik, in der wachsenden Stadt überproportional mehr Kinderbetreuungsplätze schaffen zu müssen, um die Betreuung bedarfsgerecht auszubauen. In diesem Kalenderjahr gehen wie 2017 wieder rund 1.000 neue Betreuungsplätze in Betrieb.

Zahlen zur “U3” und “Ü3”-Betreuung
Für Kinder unter drei Jahren stehen nach der Jugendhilfeplanung zum Ende des neuen Kindergartenjahres 9.052 Betreuungsplätze zur Verfügung. Das sind dann rund 1.700 Plätze mehr als vier Jahre zuvor. Die größte Steigerung ist dabei in der Kindertagespflege festzustellen, in der etwa 1.100 neue Plätze in den letzten vier Jahren entstanden sind. Die Kindertagespflege ist vornehmlich für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren.

“Durch die enge Verzahnung von Kindertagespflege und Kita-Betreuung haben wir den nahtlosen Übergang eines Kindes von einer Betreuung in Tagespflege in eine Kita-Betreuung geschaffen. So müssen Eltern nicht befürchten, dass ihr dreijähriges Kind auf einmal ohne Betreuung dasteht. Auch die Weiterentwicklung des Info-Systems-Tagespflege zu einem Tagespflege-Navigator stärkt die Tagespflege als Alternative zur Kita-Betreuung”, erklärt Jugendamtsleiter Johannes Horn.

Die Betreuungsplätze für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt sind in den letzten vier Jahren ebenfalls kontinuierlich ausgebaut worden. Waren es im Kita-Jahr 2014/15 noch 16.746 Plätze, die zur Verfügung standen, sollen es zum Ende des Kitajahres 2018/19 insgesamt 18.183 Plätze sein. Dadurch wird die praktische Vollversorgung aller betreffenden Kinder mit einem Kita-Betreuungsplatz sichergestellt.

Neue Tageseinrichtungen für Kinder
Im zurückliegenden Kitajahr (seit dem 1. August 2017) gingen 13 neue Tageseinrichtungen für Kinder in Betrieb oder wurden neu in die öffentliche Förderung aufgenommen. Diese waren im Einzelnen folgende Einrichtungen:

•    Am Litzgraben mit 57 Plätzen in Angermund,
•    Siegburger Straße mit 108 Plätzen in Oberbilk,
•    Niederrheinstraße mit 56 Plätzen in Stockum,
•    Roderbirkener Straße (Ersatzneubau) mit 99 Plätzen in Wersten,
•    Grüner Weg mit 30 Plätzen in Eller,
•    Kanzlerstraße mit 40 Plätzen in Rath,
•    Tersteegenstraße (Dependance) mit 20 Plätzen in Golzheim,
•    Daimlerstraße (Ersatzneubau) mit 94 Plätzen in Flingern Nord,
•    Flügelstraße (Ersatzneubau) mit 114 Plätzen in Oberbilk,
•    Ulenbergstraße mit 70 Plätzen in Bilk,
•    Werstener Friedhofstraße (Provisorium) mit 60 Plätzen in Wersten,
•    Münsterstraße mit 30 Plätzen in Mörsenbroich und
•    Prinzenallee mit 50 Plätzen in Heerdt.

In den ersten Monaten des neuen Kindergartenjahres 2018/2019 werden folgende Tageseinrichtungen für Kinder realisiert oder erweitert, durch die etwa 350 zusätzliche Betreuungsplätze entstehen:

•    Königsberger Straße mit 70 Plätzen in Lierenfeld,
•    Schwannstraße mit 60 Plätzen in Golzheim,
•    Kevelaer Straße (Ersatzneubau) mit 57 Plätzen in Heerdt,
•    Oststraße 78 mit 40 Plätzen in Stadtmitte,
•    Flinger Richtweg (Provisorium) mit 53 Plätzen in Flingern Nord,
•    Hügelstraße mit 57 Plätzen in Wersten,
•    Dreherstraße (Ersatzneubau) mit 77 Plätzen in Gerresheim,
•    Wettiner Straße (Ersatzneubau) mit 119 Plätzen in Oberkassel und
•    Vereinsstraße mit zusätzlich einer Gruppe mit 20 Plätzen in Gerresheim.

Abschließend unterstreicht Stadtdirektor Hintzsche das Engagement der Stadt: “Es wird jede sich bietende Gelegenheit genutzt, um zusätzliche Betreuungsangebote für Kinder zu schaffen. Aktuell haben wir die bestehenden städtischen Kitas untersucht, um festzustellen, wo und mit welchem Aufwand durch bauliche Maßnahmen oder gegebenenfalls durch Änderung der Gruppenstrukturen das Betreuungsangebot erweitert werden kann.”

In einem ersten Schritt hat das Jugendamt fünf Kitas identifiziert, um durch Erweiterungen im Bestand insgesamt 144 zusätzliche Plätze zu schaffen. Diese Plätze können bei zügiger Umsetzung im Kitajahr 2019/20 bereitstehen. Alleine dafür müssen rund 5,4 Millionen Euro verbaut und 24 neue Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden.

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