Der neue Einsatzleitwagen (Foto: Feuerwehr Duisburg / Karsten Ophardt)
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Duisburg. Die Feuerwehr Duisburg hat einen neuen Einsatzleitwagen erhalten. Der Mercedes Sprinter 516 ist mit einer Höhe von 2,94 Metern und einer Gesamtlänge von 6,13 Metern um einiges größer als die beiden derzeitigen VW-Fahrzeuge. Das neue Fahrzeug hat im Vergleich zu den beiden anderen Einsatzleitwagen ein breiteres  Aufgabenspektrum und bietet viel Platz für umfangreiche Kommunikationstechnik und Ausrüstung.

„Die Anforderungen an die Feuerwehr werden immer höher. Um dem gerecht zu werden, benötigen wir moderne und zeitgerechte Führungsmittel. Der neue Einsatzleitwagen wird künftig nicht nur bei besonderen Lagen im Stadtgebiet zum Einsatz kommen. Im Rahmen der NRW-Landeskonzepte zur überörtlichen Hilfe wird er auch als Führungsmittel der Bezirksbereitschaft 1 oder zur Führung unserer Patiententransportzüge bei größeren Schadenslagen eingesetzt werden“, so Oliver Tittmann Leiter der Feuerwehr.

An zwei Bildschirmarbeitsplätzen werden künftig die ein- und ausgehenden Meldungen bearbeitet. Wichtige Informationen können über die internetfähigen Fahrzeugrechner abgerufen und dem Einsatzleiter über einen dritten, am Besprechungstisch installierten Bildschirm angezeigt werden. Die Kommunikation zwischen dem Einsatzleitwagen und beispielsweise einer Leitstelle findet dabei über eine moderne Digitalfunkanlage statt. Diese abhörsichere Technik wird in naher Zukunft den analogen Feuerwehrfunk in Duisburg ersetzen.

Um bei einer Einsatzbesprechung vor dem Wetter geschützt zu sein, ist an der Fahrzeugseite eine bis zu drei Meter ausfahrbare Markise angebracht. Über einen PC-Bildschirm und eine mobil einsetzbare Lagekarte hat der Einsatzleiter die Möglichkeit, seine Führungskräfte immer auf dem neuesten Stand zu halten.  Zudem sind alle vier im Einsatzleitwagen verbauten Sitze drehbar. Auf diese Weise können die Einsatzkräfte sich an dem im Fahrzeug verbauten Besprechungstisch zusammensetzen und beraten.

Zur Bezirksbereitschaft 1 gehören neben zwei Löschzügen der Feuerwehr Duisburg weitere Feuerwehr-Einheiten der Kreise Kleve und Wesel. Eingesetzt wird dieser Verbund bei großen Schadenslagen im ganzen Bundesgebiet. So war diese Einheit z. B. im Jahr 2013 beim Elbe-Hochwasser in Magdeburg im Einsatz.

Um bei einem Großschadensfall mit vielen Verletzten ausreichend Transportkapazitäten in Form von Krankentransport-, Rettungs- und Notarztwagen zur Verfügung zu haben, kann die Feuerwehr Duisburg auf zwei Patiententransportzüge nach einem NRW-weiten Landeskonzept zugreifen. Auch diese Einheiten werden überörtlich eingesetzt.  Um diese Aufgaben erfüllen zu können bedarf es jedoch nicht nur eines hochmodernen Fahrzeugs, sondern auch speziell für diese Aufgaben geschulte Einsatzkräfte.

„Der Einsatzleitwagen wird unserem Löschzug 120 der Freiwilligen Feuerwehr zugeordnet. Die Mitglieder dieses Löschzugs sind speziell im Fernmeldedienst geschulte Feuerwehrkräfte mit langjähriger Einsatzdiensterfahrung. Sie unterstützen zum Beispiel den Führungsstab der Feuerwehr bei größeren Schadenslagen. Ergänzt wird die Besatzung durch einen Beamten des gehobenen Dienstes, der den Einsatz leitet“, erklärt Tittmann weiter.

Die Gesamtkosten für das Fahrzeug inkl. Ausbau und Kommunikationstechnik belaufen sich auf rund 162.000 Euro.

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