Diane Kamps (Oberin DRK-Schwesternschaft Krefeld, li.) und Kursleiterin Silke Seiffert (re.) verabschiedeten die Absolventinnen der siebten Fortbildung zur „Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“ (Foto: DRK-Schwesternschaft Krefeld)
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Krefeld. Zum siebten Mal hat die DRK-Schwesternschaft Krefeld jetzt elf Absolventinnen einer Fortbildung zur „Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“ verabschiedet. Alle Teilnehmerinnen haben fachlich hochwertige Abschlussprojekte entwickelt und ihre Prüfungen bestanden.

„Die Projekte zeigen, wie breit das Arbeitsfeld in den Frühen Hilfen für Absolventinnen mit dieser Qualifizierung ist“, so Kursleiterin Silke Seiffert bei der Verabschiedung. Eine Teilnehmerin hat einen Erfassungs- und Nachweisbogen entwickelt, der zusätzlich zur Dokumentationsvorlage des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen auf einen Blick alle wichtigen Aspekte für die Arbeit in den Frühen Hilfen aufzeigt. Das gibt Sicherheit, stärkt die Fachpersonen und dient als roter Faden um keine Bereiche zu übersehen. Ein wichtiges Thema für Eltern ist auch immer der Umgang der Kinder mit Hunden – daher hat eine andere Teilnehmerin eine Broschüre entwickelt, die darüber informiert, welche Gefahren von einem Hund für ein Kleinkind ausgehen können und wie mit der Situation „Kind und Hund“ sicher und kompetent umgegangen werden kann.

Weitere Themen waren u.a. ein Konzept für Gesundheitssprechstunden für Eltern mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren im Krankenhaus oder in der Kinderarztpraxis und ein Kurskonzept für Familien mit beeinträchtigten Kindern bis zu einem Jahr. „Diese Familien passen häufig nicht in die gängigen Kurse – das Konzept hilft bei der Krankheitsbewältigung und führt die Familien aus der Isolation“, lobt Silke Seiffert. Sehr praxisbezogen war die Entwicklung eines „Familienkalenders“, der monatlich naturheilkundliche Maßnahmen für Kinder hinsichtlich gesundheitlicher Einschränkungen wie Schnupfen, Fieber, Bauchschmerzen beschreibt  und die Eltern informiert wie sie sich sinnhaft mit ihren Kindern beschäftigen können (Bastelanleitungen, Backrezepte etc.) Wichtig war auch die Entwicklung eines Wegweisers über die Entwicklungsschritte von Kindern bis zum Alter von drei Jahren für Kursleitungen in den Frühen Hilfen.

Die Fortschritte der Teilnehmerinnen während des Kurses seien signifikant gewesen, lobt Silke Seiffert: „Im Sinne der Salutogenese – einem gesundheitsförderlichen Konzept von Aaron Antonovsky – haben sie ihre ‚Schwimmstile‘ verbessert und neue erworben. Sie haben für die wertvolle Arbeit in den Frühen Hilfen Kompetenzen entwickelt, die den Eltern und Familien helfen ihre Kinder gesund aufwachsen zu lassen.“

Im Oktober 2018 startet bei der Krefelder DRK-Schwesternschaft Krefeld ein neuer Qualifizierungskurs „FGKIKP/Familienhebamme“ nach dem NRW-Curriculum, wonach Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen gemeinsam mit Hebammen qualifiziert werden.

Eine finanzielle Förderung durch das Land NRW ist möglich. Infos gibt es bei Silke Seiffert, Tel.: 02151 / 58 97 12 oder E-Mail: seiffert@drk-schwesternschaft-kr.de

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