Renate Sonnabend als Herbert-Knebel-Imitatorin (Foto: privat)
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Oberhausen. Katholische Frauen feiern Karneval: Brave Hausfrauen klatschen artig zu müden Witzen eines mäßigen Büttenredners? Weit gefehlt!

Insgesamt drei Sitzungen der Kfd Herz-Jesu-Sterkrade gab es, und drei mal war die Hütte mit rund 120 Teilnehmerinnen proppevoll. Die Stimmung war bombig, um nicht zu sagen wild. Die Frauen waren außer Rand und Band, es wurde gesungen, geschunkelt, gelacht und geklatscht.

Das Programm war überwiegend „hausgemacht“, musste sich vor Profi-Nummern allerdings nicht verstecken. Mit herrlicher Selbstironie beispielsweise fabulierten Regine Oploh und Gisela Müntjes als „dicke Bräute“ darüber, wie sie in ihrer Ehe „aufgegangen“ seien. Und auch Renate Sonnabend als Herbert-Knebel-Imitatorin konnte auf ganzer Linie überzeugen. Zusammen mit der wilden Weste, der Hummernummer, den Hüpfdohlen, dem bergischen Jung, den Inselelfen und der Tanzgruppe Cherry Ladies war es ein gelungenes Programm, das von den Frauen begeistert aufgenommen wurde.

Als alle aktiven Damen zum Finale auf der Bühne waren, hielt es das Publikum nicht mehr auf den Stühlen, und sie tanzten durch den Saal Polonaise. Sie sangen laut: „Je t àime heißt ich liebe dich, oh Herz-Jesu, wie mag ich dich, tschüß bis zum nächsten Jahr, dann sind wir wieder da.“

Wer will da noch sagen, katholische Frauen wären langweilig?

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