(Symbolfoto)
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Neuss. Am Donnerstag (18.01.), gegen 14:45 Uhr, wurde die Polizei zur Further Straße gerufen. Dort hielten Busfahrgäste einen Verdächtigen fest, der kurz zuvor einem weiblichen Fahrgast unvermittelt in den Schritt gegriffen hatte. Ein Mann, der an der Haltestelle Annostraße zusteigen wollte, bemerkte den Übergriff und hielt den Täter bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der alkoholisierte 35-jährige Neusser machte einen verwirrten und uneinsichtigen Eindruck.

Es stellte sich heraus, dass er bereits am Abend des Vortages (17.1.) an der Jakob-Koch-Straße eine Frau in gleicher Weise angegangen und sich vor Eintreffen der Polizei entfernt hatte. Die Polizei nahm den dringend Tatverdächtigen zwecks weiterer Maßnahmen mit zur Wache. Im Anschluss wurde der 35-Jährige durch das Ordnungsamt und einen Arzt nach eingehender Prüfung in eine Fachklinik eingewiesen.

Da die Kripo nicht ausschließen kann, dass es zu weiteren Tathandlungen des 35-Jährigen in der jüngsten Vergangenheit in Neuss gekommen ist, bitten die Ermittler mögliche weitere Opfer, denen Ähnliches widerfahren ist, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat 11 (Telefon 02131 300-0) zu melden. Der Mann ist auffallend groß und dick und trägt in der Regel orthopädische Sandalen.

Übergriffe dieser Art bedeuten für die Opfer oft eine emotional äußerst belastende Situation. Bei der Bewältigung eines solchen Erlebnisses bieten die Polizei und ein engagiertes Netzwerk von Hilfseinrichtungen konkrete Unterstützung an. Opferschutz und Opferhilfe sind feste Bestandteile der polizeilichen Arbeit im Rhein-Kreis Neuss. Das Angebot umfasst zum Beispiel die Vermittlung von adäquaten Hilfsangeboten. Den Beauftragten für Opferschutz bei der Polizei im Rhein-Kreis Neuss und seine Kontaktdaten findet man auf der Internetseite der Behörde https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw unter dem Link “Opferschutz”. (ots)

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