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Duisburg. Eines der größten kommunalen Verkehrsprojekte in NRW ist einen großen Schritt weitergekommen. Im Beisein von Minister Michael Groschek, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde nun der erste Bauabschnitt zur Erneuerung des OB-Lehr-Brückenzuges in Duisburg über den Vinckekanal und den Vinckeweg abgeschlossen und die neue Brücke nun offizell eingeweiht.

Der Ruhrorter Brückenzug gehört zu den am stärksten befahrenen innerstädtischen Straßen. Die Verkehrsbelastung, gemessen am Kaßlerfelder Kreisel liegt bei 27.000 Kraftfahrzeugen pro Tag, davon 3.700 LKW, die dann in den Hafen fahren oder aus dem Hafen kommen. Hinzu kommen Straßenbahnen der Linie 901 im 15 Minuten Takt. Noch wird die Ruhr mit einer 100 Jahre alten Brücke überquert, die der damalige Oberbürgermeister Duisburgs, Karl Lehr, nach dem 2. Weltkrieg gegen Kohle bei der Stadt Köln eintauschte. Dort war die Brücke Bestandteil der Hohenzollernbrücke. 

Die alte Vinckekanalbrücke war den stark zugenommenen Verkehrslasten nicht mehr gewachsen, vor der Sperrung 2011 und Umleitung der Verkehre auf die Behelfsbrücke waren regelmäßige Reparaturen zur Aufrechterhaltung der Brücke notwendig. Mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes ist der erste Schritt zur Verbesserung der innerstädtischen Verkehrsverhältnisse mit einer hochleistungsfähigen, modernen Verbindung über den Duisburger Hafenbereich fertiggestellt. Ein eigenständiger Gleiskörper führt zu der gewünschten Beschleunigung der Straßenbahn, vier Fahrspuren, großzügige Radverkehrsanlagen und Gehwege ermöglichen hier einen reibungslosen und sicheren Verkehrsfluss.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek: „Mit seinem großen finanziellen Engagement trägt das Land der herausragenden Bedeutung dieses Verkehrsweges für die Stadt wie auch für den Hafen Rechnung. Das Projekt ist ein besonders eindrucksvoller Beweis dafür, dass eine auskömmliche Förderung für die kommunale Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar ist.“

Oberbürgermeister Sören Link freut sich über den Abschluss des ersten Bauabschnittes: „Ein solches Projekt ist stets eine große Herausforderung. Umso erfreulicher ist es, wenn diese so erfolgreich bewältigt werden wie hier. Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken, die hierzu beigetragen haben. Mein Dank richtet sich auch an das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, die das Projekt überhaupt erst ermöglicht haben.“

Beigeordneter Carsten Tum ergänzt: „Die Vorbereitungen für den 2. Bauabschnitt laufen derzeit auf Hochtouren. Im nächsten Bauabschnitt erfolgen im südlichen Bereich der Bau von zwei neuen Brücken sowie der Ersatz der Kaiserhafenbrücke durch ein Dammbauwerk über den Hafenkanal und die Ruhr.“

Die Kosten des ersten Bauabschnitts liegen bei etwa 28 Millionen Euro, das Gesamtprojekt Erneuerung OB-Lehr-Brückenzug von Kaßlerfeld nach Ruhrort wird etwa 100 Millionen Euro kosten.

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