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Pünktlich zum Welthospiztag lädt das Hospizzentrum St. Raphael alle Interessierten zu einem Informationsabend ein (Foto: privat)

Duisburg. Sterbende brauchen Begleitung. Die Angehörigen auch. Das Malteser Hospizzentrum St. Raphael ist ein Ort, an dem Menschen jeden Lebensalters in ihrer letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung erhalten. An dem auch Familie und Freunde Trost finden. Pünktlich zum Welthospiztag lädt das Hospizzentrum St. Raphael alle Interessierten zu einem Informationsabend ein.

Dieser findet am Dienstag, den 13. Oktober um 18 Uhr im Hospiz (Remberger Str. 36, 47259 Duisburg) statt. Duisburg war 1992 der erste Ort, an dem die Malteser ein umfangreiches Hospizzentrum entwickelten. Bis heute hat sich an der Arbeit des Hospizteams unter Leiterin Mechthild Schulten nichts geändert: Die Mitarbeiter in St. Raphael sind Gesprächspartner, Ratgeber, Vermittler und Begleiter auf dem letzten Weg. Ob alt oder jung – das Hospiz ist ein Ort für Menschen, die an einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung leiden. Weitere heilende Therapien sind nicht mehr möglich, erfolglos oder werden nicht mehr gewünscht. Meist wird eine lindernde (palliative) Therapie, insbesondere Schmerztherapie, benötigt. „Auch im Sterbefall ein Stück Lebensqualität schaffen, das ist unser Ziel“, sagt Mechthild Schulten. Das Sterben soll als Teil des Lebens begriffen, ein Leben (und somit auch ein Sterben) in Würde ermöglicht werden. Das Malteser Hospizzentrum St. Raphael begleitet und berät schwer erkrankte Erwachsene, Jugendliche und Kinder sowie deren Angehörige mit einem umfassenden und bedürfnisorientierten Angebot. Es bietet palliativ-medizinische, palliativ-pflegerische, psycho-soziale sowie seelsorgerische Leistungen und Beratungen an.

„Im kommenden Jahr wollen wir auch wieder eine Kindertrauergruppe anbieten“, berichtet Schulten. „Dort sollen sieben- bis zwölfjährige Kinder unterstützt werden, die einen geliebten Angehörigen verloren haben.“ Auch ein Hospizteam muss belegen können, dass seine Strukturen effektiv und effizient sind, seine Abläufe definiert und damit transparent sind und dass die Zufriedenheit der Menschen, die beraten, begleitet und versorgt werden, kein Zufallsergebnis, sondern messbar und damit konstant zu erreichen ist. Den strukturierten Qualitätsmanagementprozess hat St. Raphael 2002 mit der Gründung eines Qualitätsteams, das sich aus der Gesamtleiterin des Hospizes und den beiden leitenden Mitarbeitern der ambulanten Dienste und des stationären Hospizes zusammensetzt, begonnen.

Zum Informationsabend bittet das Hospiz um Anmeldung bei Sabine.Beier@malteser.org oder 0203/ 755-2016. Fax 755-2099.

 

Die Angebote des Hospizzentrums:

–          Der Kinder- und Jugendhospizdienst unterstützt Familien, in denen ein Kind oder Jugendlicher an einer fortschreitenden und eventuell lebensverkürzenden Krankheit leidet. „Dabei wollen wir die Familie als Gesprächspartner, Ratgeber und Vermittler begleiten und stärken. Wir möchten mit der bestmöglichen palliativen und psycho-sozialen Betreuung die Lebensqualität für die erkrankten Kinder und Jugendlichen, ihre Familien und Freunde erhalten“, sagt Schulten.

–          Den ambulanten Hospiz- und Palliativdienst können schwer erkrankte Menschen in Anspruch nehmen, die in ihrer häuslichen Umgebung begleitet werden möchten. „Gemeinsam mit dem Betroffenen und den Angehörigen besprechen wir, welche Hilfen sie sich wünschen und welche aufgrund der häuslichen oder familiären Situation notwendig sind. Selbstverständlich stimmen wir uns dabei mit den behandelnden Ärzten und beteiligten Pflegediensten ab.“

–          Das stationäre Hospiz soll als Ort der Geborgenheit, der Zuwendung und Begegnungen verstanden werden. „Die Patienten wohnen in Einzelzimmern mit Terrasse. Die Zimmer sind barrierefrei und können mit kleineren Einrichtungsgegenständen persönlich eingerichtet werden. Besuche sind jederzeit möglich“, sagt Schulten. Und zwar so oft und so lange, wie der Patient es wünscht. Auch Haustiere können zu Besuch kommen. Es stehen Gästezimmer zur Übernachtung zur Verfügung und Räume für größere Besucherkreise.

–          Die Trauerberatung und -begleitung für Erwachsene unterstützt Hinterbliebene dabei, Erinnerungen zu strukturieren, Selbstheilungskräfte zu aktivieren und den persönlichen Weg der Trauer zu entdecken. Schulten: „Die Beratung ist unabhängig davon, ob der Verwandte oder Freund in St. Raphael betreut wurde. Wir stellen immer wieder überrascht fest: Die Großzahl der Ratsuchenden hatte vorher keine Verbindung zu uns.“

 

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