Mülheim an der Ruhr von oben (Foto: Mülheim & Business/Stadt Mülheim)
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Mülheim. Unternehmen müssen dringend in Innovationen und Digitalisierung investieren – Die Ruhrgebietsstädte sind laut Städteranking 2018 nicht gut für die digitale Zukunft aufgestellt

Der Wirtschafts- und Investitionsstandort Mülheim an der Ruhr steht von allen Ruhrgebietsstädten im heute veröffentlichten Städteranking der 71 größten Städte in Deutschland im unteren Mittelfeld auf den ersten Blick noch immer recht gut dar. Im Niveau-Ranking belegt es mit Rang 47 zwar den besten Platz im Ruhrgebiet, im Dynamik-Ranking, das die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 5 Jahre abbildet, stürzte es im Vergleich zum Vorjahr um 15 Plätze von Rang 42 auf Rang 57 ab.

Auch im sogenannten Zukunfts-Ranking steht Mülheim an der Ruhr mit Rang 58 (2017: Rang 57) nur etwas besser da als andere Großstädte an Rhein und Ruhr. Hier werden die letzten drei Plätze von Hamm, Duisburg und Bottrop belegt. „Noch sieht die Platzierung Mülheims vor allem im Vergleich mit den Nachbarstädten im Ruhrgebiet auf den ersten Blick gut aus“, kommentierte Mülheim & Business Geschäftsführer Jürgen Schnitzmeier die neuesten Zahlen des Städtevergleichs. „Das starke Absinken im Dynamik-Ranking sollte spätestens jetzt alle Unternehmen alarmieren in Innovationen und Digitalisierung zu investieren. Die Wirtschaftsförderung ist derzeit gemeinsam mit der Hochschule Ruhr West und der Zenit GmbH unterwegs und bietet rund 100 Bestandsunternehmen Innovationsgespräche an.“

Die Untersuchung wird alljährlich auf Basis von über 100 sozio-ökonomischen und immobilienwirtschaftlichen Standortfaktoren sowie Kennziffern zur Lebensqualität von IW-Consult, der WirtschaftsWoche und ImmobilienScout 24 wissenschaftlich analysiert und veröffentlicht.

Stärken und Schwächen von Mülheim an der Ruhr im aktuellen Städte-Ranking
(Quelle: IW Consult, ImmobilienScout24, WirtschaftsWoche)

Stärken Niveauranking (Rang 47):

  • Straftaten je 100.000 Einwohner (2017): 7.127 (Rang 11)
  • Wanderungssaldo (Zuzüge minus Fortzüge je 1000 Einwohner, 2016): 12,7 (Rang 12)

Stärken Dynamikranking (Rang 57):

  • Veränderung der Kitaquote U3 (Veränderung des Anteils der betreuten Kinder im Alter von unter 3 Jahren in öffentlich geförderter Kindertagespflege oder in Kindertageseinrichtungen an allen Kindern dieser Altersgruppe, 2017 zu 2012): +14,1 Prozentpunkte (Rang 1)
  • Entwicklung der Zahl der Straftaten je 100.000 Einwohner (2017 zu 2012): -21,4 Prozent (Rang 4)

Schwächen Niveauranking:

  • Gewerbesteuerhebesatz (2017): 525 Prozent (Rang 70)
  • Altersquotient (Bevölkerung im Alter von 20 bis 59 im Verhältnis zur Bevölkerung über 60 Jahre, 2016): 1,7 (Rang 69)

Schwächen Dynamikranking:

  • Entwicklung der Arbeitsplatzversorgung (Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, inkl. geringfügig Beschäftigter an den erwerbsfähigen Einwohnern im Alter von 15 bis 65 Jahren, 2017 zu 2012): 1,3 Prozentpunkte (Rang 70)
  • Beschäftigungsentwicklung (Zunahme der Beschäftigten, 2017 zu 2012): +5,1 Prozent (Rang 68)
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