Elisabeth Maas richtet die Krippe mit dem Jesuskind noch richtig aus, damit die Darstellung aus dem Kloster St. Bernardin richtig zur Geltung kommt (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
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Xanten. Das Grundbild ist immer gleich: Maria und Josef knien beim Jesuskind, Hirten mit ihren Schafen eilen herbei, in der Ferne sind oft schon die drei Weisen aus dem Morgenland zu sehen – in einer Krippe wird das Weihnachtsgeschehen figürlich dargestellt. Doch auch wenn immer die gleiche Szene gezeigt wird, hat sich die Darstellung im Laufe der Jahrhunderte immer wieder dem jeweiligen Zeitgeist angepasst. Das zeigt eine Sonderausstellung im Stiftsmuseum Xanten, die ab sofort bis Anfang Februar zu sehen ist.

Elisabeth Maas, stellvertretende Leiterin des Stiftsmuseums, ist von den Krippen fasziniert: „Oft kann man schon an der Kleidung sehen, aus welcher Zeit und aus welcher Region eine Krippe kommt“, erklärt sie. Während Maria und Josef fast immer an die Antike angelehnte Gewänder tragen, sind es insbesondere die Hirten und weitere Menschen an der Krippe, die von den Krippenbauern zeitgenössisch dargestellt wurden. Sie deutet auf eine der acht im Stiftsmuseum ausgestellten Krippen: „Das ist eines der Glanzlichter unserer Ausstellung, diese Krippe stammt aus dem 18. Jahrhundert und wird in Neapel gefertigt. Die Figuren sind genau so gekleidet, wie man es damals getragen hat.“

Die acht ausgestellten Krippen aus unterschiedlichen Epochen, gefertigt in Italien, Frankreich oder Deutschland, sind eine Leihgabe des Niederrheinischen Museums für Volkskund und Kulturgeschichte in Kevelaer. Die meisten Ausstellungsstücke stehen in Vitrinen, was bei der Kirchenkrippe aus St. Bernardin, Sonsbeck, schon aufgrund ihrer Größe nicht möglich war. Für alle Szenen hat die Künstlerin Maren Felicitas Rombold aus Kleve einen stimmungsvollen Hintergrund gestaltet.

Zu sehen ist die Ausstellung bis Sonntag, 3. Februar. Bis dahin werden mehrere Führungen und Vorträge angeboten. Geöffnet ist das Stiftsmuseum dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene vier Euro (ermäßigt drei Euro), Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien. An den Adventssonntagen ist der Eintritt für alle Besucher frei, die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist im Eintrittspreis enthalten. Weitere Informationen gibt es im Stiftsmuseum Xanten, Kapitel 21, Telefon 02801 9877820 und auf der Seite www.stiftsmuseum-xanten.de im Internet.

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