Bürgermeister Christoph Fleischhauer und Christoph Rudolph, Leiter der Feuerwehr, ehrten am Freitag, 2. November, im Kulturzentrum Rheinkamp verdiente „Blauröcke“ (Foto: pst)

Moers. Lobende, aber auch ernste Worte fand Bürgermeister Christoph Fleischhauer bei der Jubilarehrung der Moerser Feuerwehr am Freitag, 2. November, im Kulturzentrum Rheinkamp. Das Stadtoberhaupt dankte den Feuerwehrleuten für ihre jahrzehntelange Arbeit in verschiedenen Löschzügen. In seiner Rede nahm Fleischhauer auch Bezug auf die tätlichen Angriffe auf zwei Rettungssanitäter an Halloween. „Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem geworden, dass die, die helfen wollen, selbst zu Opfern werden. Das ist für mich unerträglich.“ Er riet als Dienstherr dazu, auch nur jedes kleine Delikt gegen Rettungskräfte anzuzeigen. „Wir machen uns stark für Sie, dass Sie ihre Arbeit geschützt ausführen können.“ Zum Thema Hauptfeuer- und Rettungswache mahnte der Bürgermeister zur Geduld. Das sanierungsbedürftige Gebäude soll in den nächsten Jahren modernisiert oder neu gebaut werden. „Wir müssen hier Sorgfalt vor Schnelligkeit walten lassen!“

Erheblicher Anstieg bei den Einsatzzahlen
Der Leiter der Feuerwehr Moers, Christoph Rudolph, bedankte sich ebenfalls bei allen Feuerwehrangehörigen. „Alle Einsätze wurden mit großem Erfolg in hervorragender Weise abgearbeitet!“ Seit Anfang des Jahres hat die Moerser Feuerwehr bereits 1.140 Brand- und Hilfeleistungseinsätze (313 Brände und 827 Hilfeleistungen)und circa 13.000 Rettungsdienst-Einsätze erfolgreich absolviert. „2018 ist ein wieder in allen Bereichen erheblicher Anstieg der Einsatzzahlen zu verzeichnen“, so Rudolph weiter. In diesem Jahr wurden mindestens 15.000 Bürgerinnen und Bürger durch die Feuerwehr Moers gerettet, geschützt oder vor Not bewahrt. Besondere Einsätze waren beispielsweise im Januar beim Sturm Friederike oder bei überörtlichen Hilfen für die Nachbarstädte. Im Sommer mussten die Wehrleute nicht nur Menschen, sondern Bäume retten, indem sie Bewässerungsmaßnahmen unterstützt haben. Zum Abschluss dankte Rudolph sich allen Ehefrauen/-männern und Lebenspartnerinnen/-partnern für ihre Geduld und ihr Verständnis für den Dienst der Wehrleute.

Fritz Kräbber ist seit 65 Jahren in der Wehr
Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber (25 Jahre) haben erhalten: Frank Bittlinsky, Andre Gundlach, Marcus Heger, Christian Heilmann, Frank Welzel und Walter Witalla. Mit Feuerwehrehrenzeichen in Gold (35 Jahre) wurden geehrt: Hans-Gerd Achterberg, Heinz-Peter Börgartz, Michael Cronenberg, Frank Egler, Udo Karschnick, Volker Klein, Uwe Kroppen, Guido Krothofer und Michael Meimers. Bereits vierzig Jahre tätig sind: Frank Berger, Siegbert Kant, Karlheinz Kind, Peter Kleinbongard, Benno Muhlert, Heinz Renz, Horst Steiner, Frank Steinert, Johannes Verdonschot und Harald Ziepke. 50 Jahre engagieren sich bereits: Ulrich Eickmeyer, Helmut Plüm, Manfred Schäfers und Reiner van Es. „Spitzenreiter“ des Abends war Fritz Kräbber, der bereits seit 65 Jahren in der Feuerwehr tätig ist. In die Ehrenabteilung sind verabschiedet worden: Klaus Bollow, Johannes-Peter Brammen, Germano Cameli, Werner Dudeck, Harald Ende, Manfred Lederer und Hans-Jürgen Raasch. Eine besondere Überraschung hatte Feuerwehrchef Rudolph für seine Mitarbeiterin Sigrun Kren. Sie wurde für ihre 40-jährige Verwaltungstätigkeit in der Feuerwache geehrt.

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