Ratsherr Florian Tussing, stellvertretender Vorsitzender im Jugendhilfe-Ausschuss (Foto: Laurence Chaperon)
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Düsseldorf. Angehende städtische Erzieherinnen und Erzieher sowie deren Ausbilder finanziell zu unterstützen – das schlägt die CDU-Ratsfraktion aktuell in einem Haushaltsantrag für den Jugendhilfe-Ausschuss vor. Ziel ist es, die Ausbildung attraktiver zu machen und dadurch mehr junge Menschen für den Beruf zu begeistern. Denn in städtischen Kindertagesreinrichtungen fehlt pädagogischer Nachwuchs. Auch deshalb komme der Ausbau von Betreuungsplätzen nicht richtig voran, so die CDU. In Düsseldorf als wachsender Stadt müsse die Zahl von Erzieherinnen und Erziehern mitwachsen.

Ratsherr Florian Tussing, stellvertretender Vorsitzender im Jugendhilfe-Ausschuss, sieht Handlungsbedarf: „Die Verwaltung muss dringend etwas für die Erzieher-Ausbildung bei der Stadt tun. In dem Bereich gibt es spürbar Nachwuchssorgen.“ Die Folge seien Versorgungslücken in den Kitas. „Vor allem bei den Kleinen unter drei Jahren läuft Düsseldorf dem Bedarf hinterher.“ Mit dem Bau von Kindergärten die gestiegene Nachfrage der Eltern nach Betreuungsplätzen zu decken, sei nur ein Teil der Lösung, so Tussing. „Die Stadt steht auch vor der Aufgabe, mehr Fachkräfte für die Arbeit in den Einrichtungen gewinnen.“

Konzept der Verwaltung gefordert
Da setzt laut Tussing der Antrag der CDU-Fraktion an. „Wer ein Vorpraktikum, eine Ausbildung mit Anerkennungsjahr oder auch ein freiwilliges soziales Jahr in einer städtischen Kita oder Jugendfreizeiteinrichtung macht, soll künftig mit Geld unterstützt werden. Darin sehe ich sinnvolle Anreize, um junge Leute vermehrt in den Beruf zu bringen.“ Zu der Förderung soll die Verwaltung bis zum zweiten Quartal 2019 ein Konzept entwickeln und dem Ausschuss vorlegen, heißt es im CDU-Antrag.

Zulage für Ausbilderinnen und Ausbilder
Tussing möchte eine andere Gruppe ebenfalls finanziell fördern. „Diejenigen, die sich fachlich neben ihrer pädagogischen Hauptarbeit um Auszubildende und Praktikanten in den Kitas und den Einrichtungen des Jugendamts kümmern, sollen dafür eine Zulage erhalten.“ In der allgemeinen Verwaltung werden tausend Euro pro Jahr für die zusätzliche Ausbildertätigkeit gezahlt, so Tussing. „Daran soll sich auch der Erziehungsbereich orientieren. Damit könnte die Stadt einen Anreiz setzen und ihre Wertschätzung ausdrücken“, betont Tussing. „Die Qualität von Ausbildung und Praktikum hängt nämlich entscheidend vom Engagement der Ausbilderinnen und Ausbilder vor Ort ab.“ Die Verwaltung habe mit der Zulage bislang gute Erfahrungen gemacht. „Deswegen wollen wir als CDU, dass dieser Bonus auch in den städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen gezahlt wird“, sagt Tussing.

InfoKlick: Haushaltsantrag der CDU: Erzieherinnen und Erzieher wertschätzen

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