Nicht einfach drüber wegputzen: Für die Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer gehört zum Tannenbaum auch Weihnachtsgeld (Foto: IG Bau)
Anzeige

Duisburg/Krefeld/Kreis Wesel. Die rund 4.350 Gebäudereiniger in Duisburg, die rund 2.640 Gebäudereiniger in Krefeld und ihre 5.100 Kolleginnen und Kollegen im Kreis Wesel wollen Weihnachten nicht länger leer ausgehen: Was es für die Schaffnerin bei der Bahn, für den Bankangestellten und Dachdecker gibt, sollen jetzt auch Reinigungskräfte und Fensterputzer bekommen – Weihnachtsgeld nämlich. Das fordern die Gebäudereiniger-Gewerkschaften IG BAU Duisburg-Niederrhein und IG BAU Düsseldorf.

„Wer sein Geld mit Saubermachen verdient, legt in der Regel nichts auf die hohe Kante. Der Lohn geht für die Miete, für Lebensmittel und für den Alltag drauf. Ich kenne keine Gebäudereinigerin, die einen halben Monatslohn als Weihnachtsgeld nicht fürs Leben gebrauchen kann“, sagten die IG BAU-Bezirksvorsitzenden Karina Pfau und Doris Jetten. Auch die rund 1.970 Minijobber unter den Beschäftigten der Reinigungsbranche in Duisburg, die 1.400 Minijobber in Krefeld und 3.200 Minijobber in Kreis Wesel sollen, wenn es nach dem Willen der IG BAU geht, vom Weihnachtsgeld profitieren: Sie würden einen halben Minijob-Lohn – also bis zu 225 Euro – extra zu Weihnachten im Portemonnaie haben.

Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat deshalb jetzt in ganz Nordrhein-Westfalen zusammen mit den Reinigungskräften Weihnachtsgeld-Aktionen in Gebäudereinigungsunternehmen gestartet. „Der Countdown läuft – das Weihnachtsgeld ist in greifbarer Nähe. Wichtig ist, dass die Gebäudereinigerinnen und Fensterputzer ihren Chefs in Duisburg jetzt deutlich machen, dass sie sich den Extra-Lohn im Dezember nicht wegputzen lassen“, so Pfau und Jetten. Anfang November wolle die IG BAU mit den Arbeitgebern über das Weihnachtsgeld verhandeln.

Beitrag drucken
Anzeigen