Vorstand Frank-Rainer Laake (ganz rechts) und Geschäftsstellenleiter Heinz Geßmann (2.v.l.) übergaben den St.-Ulrich-Schützen auf der Schützenwiese in Millingen zwei neue Luftgewehre (Foto: privat)

Rheinberg. An das alte Bienenhaus in Millingen erinnern sich die Mitglieder der St.-Ulrich-Schützenbruderschaft mit Wehmut: „Das war ein Dreh- und Angelpunkt unseres Dorfes, an dem geklönt, gefeiert, getrauert und auch geschossen wurde“, sagt Heinz Emmerichs. Mit dem Abriss der Traditionsgaststätte verlor die Schützenbruderschaft auch ihren Kleinkaliberstand. Seither setzt der Verein mit rund 360 Mitgliedern verstärkt auf das Luftgewehr. Von der Sparkasse am Niederrhein erhielten die Schützen jetzt eine Spende für zwei moderne High-Tech-Präzisionswaffen.

Bei der Übergabe der Gewehre auf der Schützenwiese rufen zwei auf dem Fahrrad vorbeifahrende Jugendliche: „Hallo, bis morgen.“ Heinz-Joachim Empelmann, Geschäftsführer der Schützenbruderschaft: „Mit den neuen Luftgewehren haben wir jetzt auch einen neuen Anreiz für das Jugendtraining. In Millingen gibt es ja nicht so viele Angebote.“ Vier Schießgruppen treffen sich regelmäßig von Montag bis Freitag im Pfarrheim. Im Obergeschoss haben sie eine Schießbahn mit sechs Plätzen eingerichtet. Distanz: 10 Meter.

Dort schießen die Senioren, die Knobelschützen, die Damen und die Jungschützen. Für den Nachwuchs unter zwölf Jahren gibt es eine Lichtschießanlage, an der die Kinder und Jugendlichen schon einmal lernen, wie man das Gewehr bei richtigem Atem und guter Konzentration ruhig hält. Auch die 13 Mitglieder der Seniorengruppe freuen sich über die neuen Gewehre, die mit Pressluft funktionieren. „Das Durchladen der alten Gewehre, die wir natürlich weiterhin einsetzen, wird auf Dauer beschwerlich“, sagt Heinz-Joachim Empelmann.

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