Herzspezialist Dr. Klaus Kattenbeck bei einem Eingriff im Elektrophysiologischen Katheterlabor (Foto: SBK/BEA)
Anzeige

Kamp-Lintfort.  Die Herzspezialisten des St. Bernhard-Hospitals in Kamp-Lintfort laden im Rahmen der Herzwoche zum Informationstag „Herz außer Takt“ am Freitag, 16. November 2018, 15:00 Uhr ein. Die Veranstaltung von Chefarzt Dr. Klaus Kattenbeck und seinem Team findet in der Aula des St. Bernhard-Hospitals statt. Neben kostenlosen Messungen von Blutdruck oder Blutzucker besteht die Möglichkeit der EKG-Kontrolle. Auch gibt es Informationen zur Quickwert-Selbstkontrolle. Um 16:00 Uhr hält Dr. Klaus Kattenbeck dann einen Vortrag zum Vorhofflimmern.

Die diesjährige Herzwoche der Deutschen Herzstiftung dreht sich um das Thema „Herz außer Takt – Vorhofflimmern“. Beim Vorhofflimmern schlägt das Herz oft sehr unregelmäßig und schnell. Die betroffenen Patienten verspüren diese Schläge manchmal bis zum Hals hinauf und sie klagen über ein Druckgefühl in der Brust, Schwäche oder Luftnot. Nicht selten aber wissen die Patienten nichts von ihrer Erkrankung.

Komplikation Schlaganfall

Das Vorhofflimmern ist mit mehr als 1,8 Millionen Betroffenen in Deutschland die häufigste Herzrhythmusstörung und eine der wichtigsten Ursachen für Schlaganfälle. „Wegen des unregelmäßigen Herzschlags können sich im Herzen, genauer gesagt im Vorhof, Blutgerinsel bilden“ so Dr. Kattenbeck, Chefarzt der Kardiologie am Kamp-Lintforter St. Bernhard-Hospital. „Diese gelangen dann mit dem Blutstrom in den Kopf und verschließen die Hirngefäße. Der Schlaganfall ist dann die schwerwiegende Folge!“

Um vor dem Schlaganfall zu schützen, müssen die Patienten  gerinnungshemmende Medikamente, die sogenannten Blutverdünner, einnehmen. Für bestimmte Patienten, die aufgrund einer Blutungsneigung nicht dauerhaft Blutverdünner nehmen können, kommt als Alternative auch der Vorhofohrverschluss in Frage. Dies ist eine Art Körbchen aus speziellem Metallgeflecht, das die Ausschwemmung von Gerinnseln verhindert. Der Kardiologie wird in seinem Vortrag auch auf die weiteren medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten und die Katheterablation beim Vorhofflimmern eingehen. Bei der Ablation werden durch Verödungen im Vorhof Barrieren geschaffen, die die auslösenden Impulse für das Vorhofflimmern unterbrechen.

Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten (Telefon 02842 708132 oder per Mail an gesundheitszentrum@st-bernhard-hospital.de)

Beitrag drucken
Anzeigen