(Foto: privat)
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Xanten. Glanzvoller Höhepunkt des Jahres

Im Xantener Dom St. Viktor wird an Silvester das alte Jahr glanzvoll verabschiedet. Auf dem Spielplan des Silvesterkonzerts stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Felice Anerio, Girolamo Galavotti und Johann Pachelbel. Um 19.30 beginnt das festliche Konzert, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Tickets sind in der Tourist Information Xanten, Kurfürstenstr, 9 zum Preis von 48,00 € und bei eingeschränkter Sicht zu 25,00 € erhältlich.

Die künstlerische Leitung hat Willem Winschuh, Mitwirkende sind die Sopranistin Mirjam Hardenberg, die Altistin Silke Weisheit, der Tenor Fabian Strotmann, und Mathias Zangerle, Bass sowie Mitglieder der Duisburger Philharmoniker und der Düsseldorfer Symphoniker und der Kammerchor „Cantare et sonare“.

Zum Weihnachtsfest 1723 komponierte J.S. Bach eine erste Fassung des Magnificats in Es-Dur. Beim Silvesterkonzert 2018 wird die von Bach zwischen 1728 und 1731 veränderte Fassung des Magnificats in D-Dur für Soli, Chor und Orchester aufgeführt. Willem Winschuh stellt fest, dass „alle zwölf Sätze des Werkes die geistige Brillanz des Komponisten zeigen. Der emotionale Reichtum, das Mystische, die überragende Bauweise und die Melodik seiner Werke sind ausnahmslos ergreifend, so dass Bachs Werke – über alle Kultur- und Religionsgrenzen hinweg –  auch noch den im 21. Jahrhundert lebenden Menschen in ihren Bann ziehen“, führt Winschuh begeistert aus.

Felice Anerio wirkte u.a. als Maestro di cappella am Dom zu Verona (1608), kehrte aber 1611 nach Rom zurück und wurde Musikpräfäkt am Collegio Romano. 1624 übersiedelte Anerio nach Warschau und wurde dort Chormeister des Königs Sigismund III von Polen und Schweden. Zum Jahreswechsel erklingen drei klangprächtige Weihnachtsresponorien, die „Responsorii della Natiuità Giesu Christo“ zwischen Einzelsängern und Sängergruppen.

Von den fünf Te-Deum-Kompositionen Händels ist das „Dettinger Te Deum“ für Soli, Chor und Orchester das bedeutendste liturgische Werk. Händel, schrieb sein großartiges „Dettinger Te Deum“ für die Dank- und Siegesfeier zum Ende des österreichischen Erbfolgekriegs, in dem sich England auf die Seite Österreichs stellte. Am 27. November 1743 wurde dieses Werk in einem Gottesdienst in der Chapel Royal in St. James´s Palace uraufgeführt. Der Klangeindruck des breit angelegten Werkes wird durch die Chöre in einer fast szenischen Ausdeutung des Textes bestimmt. Auffällig sind einige Rückgriffe auf den kurz zuvor entstandenen „Messiah“.

Über das Leben des Komponisten Girolamo Galavotti ist wenig bekannt. Er wirkte gegen Ende des 17. Jahrhunderts an S. Maria di Trastevere in Rom als Kapellmeister. Er zeichnete sich vor allem durch geistliche Kompositionen aus. In der dreiteiligen Vertonung des 147. Psalms, dem „Lauda Jerusalem“ konzertieren Solo-Sopran und Chor in barocker Musizierfreude über einen fließenden Bass.

Als weiteres Werk ist Johann Pachelbels „Kanon D-Dur“ für Streicherensemble und Basso continuo zu hören.

„Die Zuhörer können sich auf ein besonders gewaltiges und berührendes Hörerlebnis freuen“, so die TIX-Chefin Sabine van der List, die dem erkrankten Propst Wittke, dem Hausherrn des Domes dankt und ihm gute Besserung wünscht.

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