(Foto: Sascha Kreklau)
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Duisburg. Es war bunt, es war schrill – es war in vieler Hinsicht ein aufregendes Jahr. Der Spieltrieb–Jugendclub im Theater Duisburg arbeitet an seinem ersten Liederabend: „1968“ hat am 01. November um 19.30 Uhr Premiere im FOYER III.

Das Jahr ging in die Geschichte ein und gab einer ganzen Generation seinen Namen. Im März töten US-Soldaten beim Massaker von My Lai über 500 vietnamesische Zivilisten. Im Mai besetzen Studenten die Pariser Universität Sorbonne, es kommt zu Unruhen. Im August wird der Prager Frühling niedergeschlagen. Im Oktober werden die Leichtathleten Tommie Smith und John Carlos aus dem US-Team und dem olympischen Dorf verwiesen, weil sie bei der Siegerehrung im 200- Meter-Lauf in Mexiko-Stadt mit dem Black Power-Symbol der hochgereckten geballten Faust in schwarzen Handschuhen politisch demonstriert haben.
Im November ohrfeigt die Journalistin Beate Klarsfeld auf offener Bühne Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger, für sie ein „Nazi“.

Das ist 50 Jahre her. Was ist geblieben von Protestbewegung und Politisierung? 15 Jugendliche zwischen 16 und 28 Jahren blicken mit Songs von Heintje bis Wolf Biermann, von den Beatles bis zu den Doors zurück auf Vietnam-Krieg, Flower-Power, Studentenproteste und die Attentate auf Martin Luther King und Rudi Dutschke.
Die musikalische Leitung des Abends hat Wolfgang Völkl, der gemeinsam mit Michael Steindl (Dramaturgie) und Kevin Barz (Video) das Konzept für den Abend entwickelt hat.

Die Karten kosten 11 €. Weitere Vorstellungen sind am 03., 08., 09., 12. und 19. November. Sowie im Januar und Februar.

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