Verabschiedung von Dr. Klaus Wisotzky in den Ruhestand (v.r.n.l) : Oberbürgermeister Thomas Kufen, Dr. Klaus Wisotzky, Frau Wisotzky, Kulturdezernent Muchtar Al Ghusain und Klaus Kaiser (Foto: Elke Brochhagen; Stadt Essen)

Essen. Vor 23 Jahren – im August 1995 – trat Dr. Klaus Wisotzky seinen Dienst als Leiter des Stadtarchivs der Stadt Essen an. Seitdem widmete er sich mit seinem Team dem historischen und kulturellen Erbe der Stadt. Heute wurde Dr. Klaus Wisotzky von Oberbürgermeister Thomas Kufen in den Ruhestand verabschiedet. Die Feierstunde stand ganz im Zeichen des Dankes, denn in seiner Amtszeit wurde manch zukunftsweisende Entscheidung getroffen.

„Sie haben mit Ihrer Arbeit viel für die Geschichtsforschung, und das kulturelle Leben in Essen geleistet. Ihnen war Ihre Tätigkeit auf jeden Fall mehr Berufung als Beruf. Das wird jedem deutlich, der einmal mit Ihnen und Ihrer Arbeit in Kontakt gekommen ist. Die Begeisterung, mit der Sie bei der Sache sind, ist ebenso ansteckend wie mitreißend. Da verwundert es nicht, dass Sie in Fachkreisen ein gefragter und hoch geschätzter Experte sind“, wandte sich Oberbürgermeister Thomas Kufen an Dr. Klaus Wisotzky.

Die Meilensteine seiner Amtszeit geben Zeugnis von Dr. Wisotzkys Berufung: Zu Beginn seiner Amtszeit war das Stadtarchiv noch im ehemaligen Rabbinerhaus der Alten Synagoge Essen untergebracht, die Außenmagazine und die Übersicht der vorhandenen Bestände waren nicht archiv-fachgerecht gepflegt. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellte er sich dieser Herausforderung und ging noch einen Schritt weiter: Das Archiv und seine Bedeutung sollten in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden – mithilfe von Vorträgen und Veröffentlichungen. Es ist nicht zuletzt dem Engagement von Dr. Klaus Wisotzky zu verdanken, dass im Juni 2011 das Haus der Essener Geschichte/ Stadtarchiv nebst neuem Magazinhaus und Dauerausstellung am Standort der ehemaligen Luisenschule eröffnet wurde. Lokalforscher, Schulen, Universitäten und ihre Studentinnen und Studenten nutzen seitdem das umfangreiche Angebot des Stadtarchivs. Regelmäßig finden Führungen für Bürgerinnen und Bürger durch die Dauerausstellung „Essen.Geschichte einer Großstadt im 20. Jahrhundert“ statt. Die überregionale Strahlkraft des Archivs auch in die Fachkreise hinein zeigt sich darin, dass in Essen 2006 der Deutsche und in 2017 der Rheinische Archivtag stattfand. „Sie sind mit Ihrer umfassenden Arbeit selbst ein Teil der Chronik unserer Stadt geworden“, verabschiedete sich Thomas Kufen.

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