(Foto: privat)

Krefeld/Neuss. Thomy, Maoam, Diebels: 30-Jähriger nimmt Ernährungsindustrie in den Blick

Wechsel an der Gewerkschaftsspitze: Karim Peters heißt der neue Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Krefeld. Als Geschäftsführer der Region Krefeld-Neuss vertritt der 30-Jährige die Belange von insgesamt 24.000 Beschäftigten im Gastgewerbe und 19.000 Mitarbeitern in der Ernährungsindustrie. Zudem kümmert sich der gebürtige Niederrheiner um das heimische Lebensmittelhandwerk. Karim Peters übernimmt die Nachfolge von Manja Wiesner, die als NGG-Geschäftsführerin in die Region Köln wechselt.

Einen Schwerpunkt seiner Gewerkschaftsarbeit will Peters auf die Ernährungs- und Getränkeindustrie legen. „Mit Marken wie Thomy, Maoam oder Diebels ist die Branche ein Schwergewicht in der Region“, sagt Peters, der selbst gelernter Industriekaufmann ist. „Hier geht es auch um die Digitalisierung der Arbeitswelt, bei der die Belegschaften ein Wort mitreden müssen. Dabei setzt die NGG auch auf den Schulterschluss mit den Betriebsräten“, so Peters. In der Region spielten auch Haustarifverträge eine große Rolle – etwa beim Krefelder Stärkeproduzenten Cargill.

Auf Peters Agenda steht außerdem die Traditionsbrauerei Diebels: „Die Beschäftigten haben ein Auf und Ab hinter sich. Sie brauchen klare Zukunftsperspektiven und müssen mit sicheren Arbeitsplätzen am Standort Issum rechnen.“

Zur Gewerkschaft kam Peters über die ehrenamtliche Jugendarbeit. Während seiner Ausbildung in der Milchindustrie half er bei der Gründung einer Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Später wurde Peters selbst Landesjugendsekretär der NGG NRW. Derzeit laufen – wie alle zwei Jahre – wieder die Wahlen zu den „Jung-Betriebsräten“. Peters rechnet mit einer starken Beteiligung auch in Krefeld. „Gerade an Rhein und Ruhr gehört es seit Jahrzehnten zum Beruf dazu, dass man in die Gewerkschaft geht. Daran hat sich durch die Digitalisierung nichts geändert – im Gegenteil“, so der neue NGG-Geschäftsführer. Nur wer sich als Beschäftigter einbringe, könne dabei mitreden, wie die Arbeitswelt von morgen aussehe. „So wie die JAV-Vertreter – die Betriebsräte von morgen.“

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