Ausblick vom Aussichtspunkt Friedhof Werden (Foto: Henning Maier-Jantzen/ Stadt Essen)

Essen. Stadt Essen empfiehlt Natur-Ausflüge am Wochenende

Am kommenden Wochenende versprechen die Vorhersagen erneut sonniges und warmes Herbstwetter. Eine gute Gelegenheit für einen Ausflug ins Grüne, denn in der Stadt Essen gibt es auch im Goldenen Oktober für Naturfreunde, Wander- und Fahrradbegeisterte jeden Alters einiges zu entdecken.

Beispielsweise die Essener Aussichten: Im vergangenen Jahr markierte Grün und Gruga Essen anlässlich von Essens Titeljahr als Grüne Hauptstadt Europas besondere Punkte im gesamten Stadtgebiet mit Stelen oder Sitzblöcken. Ausgewählt wurden 31 Orte, von denen man einen besonderen Ausblick auf die Stadt hat.

Industriekultur, Geschichten und Waldspaziergang

Eine Stele steht zum Beispiel auf dem Friedhof am Hallo in Schonnebeck (Langemarckstraße, Haltestelle: Bonifaciusstraße), wo sich eine besondere Panoramasicht auf den Essener Norden bietet – inklusive Welterbe Zollverein sowie einem Blick in die Nachbarstadt Gelsenkirchen Richtung Halde Oberscholven und Zeche Nordstern. Fast schon mystisch geht es zu an der Aussicht „Fünfkirchenblick“ in Bergerhausen (Fünfkirchenblick, Haltestelle: Am Ruhrwehr). Denn das Spillenburger Wehr unterhalb des Aussichtspunkts verdankt seinen Namen einer germanischen Seherin, der Veleda zu Spillenburg, die hier einst in einer Felshöhle in die Zukunft geblickt haben soll. Von den fünf Kirchen hat man heute von hier aus nur noch die Kirche Sankt Joseph im westlich gelegenen Stadtteil Horst im Blick. Weit hinten im Ruhrtal sind die Zeche Heinrich in Überruhr-Holthausen und der Wasserturm im Stadtteil Byfang zu sehen, ein weiterer beliebter Aussichtspunkt. Für einen Herbstspaziergang vorbei an gelb, orange und rot belaubten Bäumen bietet sich der Besuch der Aussicht „Heissiwald“ (Wilhelm-Bernsau-Weg/ Anna-Linder-Weg, Haltestelle: Löwental) an. Nicht nur Kinder kommen am Wildgehege auf ihre Kosten – auch der Blick ist einmalig: Von hier aus blickt man in Richtung Norden auf das mächtige Stauwehr des Baldeneysees. Mit mehr als 42 Metern Länge, einer Stauhöhe von fast neun Metern und einer Schleusenbreite von sechs Metern ist es das größte Wasserkraftwerk seiner Art an der Ruhr.

Ausblick vom Aussichtspunkt Friedhof am Hallo (Foto: Henning Maier-Jantzen/ Stadt Essen)

Wandern rund um den Baldeneysee

Den Heissiwald erreicht man auch, wenn man sich auf den BaldeneySteig begibt. Der Rundwanderweg – ebenfalls ein Projekt der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017 – bietet auf 27 Kilometern alles, was das Wandererherz begehrt: naturnahe, topografisch anspruchsvolle Wege, reizvolle Landschaften und Ausblicke und eine gute Beschilderung. Während nördlich des Sees steile Wälder, schmale Wege und grandiose Aussichten dominieren, wird die Südseite von weiten Feldern und Spuren der Bergbaugeschichte geprägt. Hin und wieder führt der Steig an Häusern und Siedlungen vorbei, insgesamt aber ist die Strecke für einen Ballungsraum erstaunlich naturnah. Entlang der Strecke gibt es viele Sehenswürdigkeiten zu entdecken, wie das Gelände der ehemaligen Zeche Kaiserin Augusta, das Vogelschutzgebiet Heisinger Bogen oder die Korte Klippe, ebenfalls ein Höhepunkt der Essener Aussichten.

Per Fahrrad unterwegs auf Themenrouten

Für alle, die sich lieber mit dem Fahrrad auf Entdeckungstour begeben, sind in den letzten Jahren durch das Programm „ESSEN.Neue Wege zum Wasser“ attraktive Routen entstanden, die verschiedene Stadtteile, Sehenswürdigkeiten, Parks und Naturstriche miteinander verbinden. In 2017 wurde beispielsweise die Bergroute eröffnet: Als Gegenstück zur „Tal Route“ im Westen verbindet sie über eine Strecke von etwa 8,5 Kilometern am östlichen Stadtrand das Ruhrtal mit dem Mechtenberg. Die Route beginnt in Steele an der Ruhrpromenade und führt über den Radweg auf der ehemaligen Veltenbahn, über die mit Radschutzstreifen versehene Rodenseelstraße, durch den Volksgarten Kray und über die Kray-Wanner-Bahn schließlich zum Mechtenberg.

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