"Duisburg. Aber sicher!" Mit Verkehrsspiegeln gegen den „Toten Winkel“ (Foto: Uwe Koeppen)

Duisburg. Rechtsabbiegeunfälle zwischen LKW und Fahrradfahrern, oftmals durch den sogenannten Toten Winkel bedingt, sind eine häufige Unfallursache. Besondere Aufmerksamkeit ist an Kreuzungen zwischen Radwegen und Straßen erforderlich. Radfahrer oder Fußgänger rechts neben einem LKW können ab einem bestimmten Abbiegewinkel vom Fahrersitz eines LKW nicht mehr gesehen werden. Radfahrer sind aufgrund ihrer Geschwindigkeit gefährdeter als Fußgänger. Es ist lebenswichtig, dass LKW-Fahrer sich dieser Gefahr immer bewusst sind. Aber auch Fußgänger und Fahrradfahrer sollten sich dessen bewusst sein, um durch ihr defensives Verhalten schwere, gar tödliche Unfalle zu vermeiden. Um allen Verkehrsteilnehmern hier eine zusätzliche Hilfestellung zu geben, wurden Spiegel an Kreuzungen mit entsprechenden Gefährdungssituationen aufgestellt.

Das Verkehrssicherheitsnetzwerk „Duisburg. Aber sicher!“, in dem der ACE Auto Club Europa e.V., ADFC Duisburg, Bürgerstiftung Duisburg, DVG, Polizei Duisburg und Stadt Duisburg zusammenarbeiten, hat seit 2016 mit verschiedenen Aktionen und Kampagnen, u. a. dem Aufstellen von orangeroten Warnfahrrädern und Aufklärungsaktionen an Schulen und auf Veranstaltungen, auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Die Aufstellung von Verkehrsspiegeln an gefährlichen Rechtsabbiegesituationen konnte jetzt durch eine großzügige Spende von duisport und mit Unterstützung durch die Bürgerstiftung Duisburg realisiert werden.

„Verkehrsteilnehmer bewegen sich häufig zu unbedacht im Straßenverkehr. Es ist wichtig, alle Teilnehmer, sowohl die „starken Autofahrer“ als auch die „schwächeren Fahrradfahrer“ an brisanten Stellen im Stadtgebiet auf die vorhandenen Gefahren hinzuweisen. Die Hilfestellung durch die Verkehrsspiegel begrüße ich sehr“, sagt Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels.

„Die Arbeit des Verkehrssicherheitsnetzwerkes ‚Duisburg. Aber sicher!‘ hat in den letzten Jahren mit vielen guten Ideen und Kampagnen einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Duisburg geleistet,“ betonte Bürgermeister Manfred Osenger. „Unser Dank – und da spreche ich auch für das Netzwerk ‚Duisburg. Aber sicher!‘ – gilt duisport und Sylvia Staake, die das Anbringen der Spiegel überhaupt ermöglicht haben.“

 

Geschäftsführer der Bürgerstiftung Jörg Löbe ergänzt: „Wir freuen uns, dass die Bürgerstiftung Duisburg die Spende für die Verkehrsspiegel einwerben konnte. Die Gefahr von schweren Unfällen wird für Radfahrer und Fußgänger dadurch hoffentlich gemindert. Unser Engagement bei „Duisburg. Aber sicher!“ hat für uns große Bedeutung, da die Kampagnen und Aktionen allen, die im Duisburger Stadtgebiet unterwegs sind, das Leben retten können.“

„Für duisport ist es ein Anliegen, Anstrengungen zu unterstützen, die den Lkw-Verkehr so sicher wie möglich gestalten,“ erläutert Sylvia Staake, Leiterin External Relations bei duisport.

Bisher konnten bereits acht Spiegel aufgestellt werden, insbesondere in hafennahen Bereichen. Weitere Spiegel sollen folgen.

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