Vertretern von 14 Düsseldorfer Krankenhäusern, die sich gezielt für Infektionsprävention einsetzen, hat Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke nach entsprechender Zertifizierung so genannte MRE-Qualitäts- und Transparenzsiegel verliehen (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf, Ingo Lammert)
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Düsseldorf. 14 Düsseldorfer Krankenhäusern, die sich gezielt für Infektionsprävention einsetzen, hat Gesundheitsdezernent Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke am Donnerstag, 11. Oktober, nach entsprechender Zertifizierung so genannte MRE-Qualitäts- und Transparenzsiegel verliehen. Diese Siegel erhalten Kliniken, die das Multi-Resistente-Erreger-(MRE)-Netzwerk unterstützen und einheitliche Vorkehrungen gegen Infektionen mit multiresistenten Keimen getroffen haben.

Zertifiziert worden sind:

  • Augusta-Krankenhaus
  • Elbroich-Krankenhaus
  • Evangelisches Krankenhaus Düsseldorf
  • Florence Nightingale Krankenhaus
  • LVRKliniken
  • Marien-Hospital
  • Marienkrankenhaus
  • Paracelsus-Kliniken
  • Sanakrankenhaus Gerresheim
  • Sanakrankenhaus Benrath
  • Schön Klinik
  • St. Martinus Krankenhaus
  • St. Vinzenz Krankenhaus
  • Universitätsklinikum Düsseldorf

Im Einzelnen müssen die Krankenhäuser nachweisbar einen hohen Hygienestandard aufweisen, geeignete Aktivitäten zur Vermeidung von Infektionen mit multiresistenten Keimen betreiben, durch Aus- und Fortbildung ihr Personal schulen und durch Information von Patienten und Angehörigen die Patientensicherheit erhöhen. Die Siegel behalten nach der Vergabe drei Jahre ihre Gültigkeit.

Das Gesundheitsamt Düsseldorf prüft dazu auf freiwilliger Grundlage die Mitgliedskrankenhäuser des MRE-Netzwerks nach einem von der Steuerungsgruppe des MRE-Netzwerks Düsseldorf ausgearbeiteten Qualitätszielkatalog, dem die Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert-Koch-Institut zugrunde liegen. Dieser Qualitätszielkatalog wird fortlaufend aktualisiert und von der Abteilung Gesundheitsschutz des Gesundheitsamtes Düsseldorf herausgegeben. Der Zertifizierungsguide wird für die Kliniken näher erläutert. Die Zertifizierungsgruppe setzt sich aus dem Leiter des Gesundheitsamtes, der Abteilungsleiterin des Gesundheitsschutzes, einem Arzt für Gesundheitsschutz und zwei Hygienekontrolleuren des Amtes zusammen. Zur Qualitätskontrolle erhält jedes Krankenhaus ein Feedback über das Erreichen seiner Qualitätsziele.

Frau Dr. rer. nat. Miriam Korte-Berwanger vom Landeszentrum für Gesundheit Nordrhein-Westfalen zeigte bei der Veranstaltung in einem Vortrag über die „MRGN (multiresistenten gramnegative Stäbchen) Klassifikation und Meldepflicht – Hints and Pitsfalls“ die kommenden Herausforderungen für die Kliniken und das MRE-Netzwerk auf.

Hintergrund: MRE-Netzwerk Düsseldorf
Im MRE-Netzwerk Düsseldorf, dem Netzwerk gegen Multi-Resistente Erreger, haben sich Düsseldorfer Krankenhäuser zusammengeschlossen, um wirksame einheitliche Vorkehrungen zur Infektionsprävention zu etablieren und weiterzuentwickeln. So soll der Verbreitung multiresistenter Krankheitserreger entgegengewirkt werden. Der Schutz der Patienten steht dabei im Vordergrund.

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