Die Fertigstellung der neuen Messe Süd/Halle 1 ist für den kommenden Herbst geplant (© sop architekten, Visualisierung: Cadman)

Düsseldorf. 360 Grad: Immobilienstandort Düsseldorf auf der Expo Real

Oberbürgermeister Thomas Geisel hat das Fachpublikum der diesjährigen Expo Real in München mit auf einen Rundgang genommen: Unter dem Stichwort „360 Grad – connecting urban areas“ stellte er in seiner Präsentation am zweiten Messetag, 9. Oktober, aktuelle Bauvorhaben und Projekte vor und lenkte dabei den Blick auf neue Achsen, veränderte Perspektiven und andere Blickwinkel.

„Qualitätsvolle Urbanität in einer wachsenden Stadt stellt große Herausforderungen an uns und unsere aktuellen Bau- und Entwicklungsprojekte. Wir wollen die Lebensqualität in Düsseldorf weiter steigern und harmonische Verbindungen zwischen Altbekanntem und Neuem herstellen. Dazu haben wir eine Reihe von Projekten gestartet“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel in seinem Vortrag, den mehr als 400 Zuhörerinnen und Zuhörer verfolgten.

„Blaugrüner Ring“

Eines der zentralen Projekte ist die Wiederentdeckung des Blaugrünen Rings. Das Blau des Rheins und das Grün des Hofgartens, entlang der Königsallee bis zum Spee’schen Graben, bilden zusammen eine circa vier Kilometer lange Flaniermeile, den sogenannten „Blaugrünen Ring“. Eine Vielzahl großer und kleiner kultureller Einrichtungen wie Ehrenhof und Tonhalle, Kunstakademie, Deutsche Oper am Rhein, Schauspielhaus oder Ständehaus liegen direkt auf oder an diesem Ring. Eine neue stadtplanerische Vision soll die Einzigartigkeit dieses Ensembles stärker ins Bewusstsein rücken und die Verbindung der vielen einzelnen Solitäre ermöglichen. Ende des Jahres startet ein internationaler Wettbewerb für Fachbüros aus den Bereichen Architektur, Stadt- und Freiraumplanung. Im vergangenen Sommer erfolgte dazu bereits eine umfangreiche Einbindung Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger, bei der eine Vielzahl von Beiträgen eingegangen ist. Ein großer Erfolg hierzu war auch ein internationales Symposium im September.

Eine weitere Möglichkeit der Bürgerbeteiligung kündigte der Oberbürgermeister in seinem Vortrag an. „Werde Namensgeber“ lautet der Aufruf. Der Wettbewerb zum neuen Namen des Kö-Bogens II ist heute, 9. Oktober, gestartet. Vorschläge können bis Ende Februar 2019 unter www.koebogen-2.de eingereicht werden.

Neugestaltung des Bahnhofs
Die Neugestaltung des Bahnhofs und seines Umfeldes gilt ebenfalls als wichtiges Projekt in der Innenstadt: „Der Hauptbahnhof ist die Visitenkarte unserer Stadt. Hier kommen Pendler, Reisende und Gäste an, sie sollen einen guten ersten Eindruck von unserer Stadt bekommen“, erläuterte Oberbürgermeister Thomas Geisel und stellte die Pläne für das Areal vor. Der Konrad-Adenauer-Platz wird geordnet und neu geplant. Das eigentliche Bahnhofsgebäude kann durch einen circa 100 Meter hohen Hochpunkt ergänzt werden, der sich harmonisch in den Bestandsbau einfügen wird.

Das KAP1 wird nach seiner Umwandlung in die neue Stadtbibliothek auch als neue Heimstätte des Theatermuseums und des Forum Freies Theater (FFT) sowie anderer öffentlicher Einrichtungen, wie dem Stadtarchiv, zu einer nachhaltigen Stabilisierung und Aufwertung des Bereiches um den Hauptbahnhof beitragen.

„Alte Kämmerei“
Ebenfalls ein Innenstadt-Projekt und ein Vorhaben der besonderen Art ist die Komplettsanierung und Umnutzung der denkmalgeschützten „Alten Kämmerei“. Das Gebäude stammt aus den Jahren 1952 bis 1957 und hat früher unter anderem die Schalterhalle der Stadtkasse im Innenhof beherbergt. Derzeit läuft ein Investorenauswahlverfahren. Unterschiedliche Nutzungskonzepte liegen vor, bis Jahresende wird der Siegerentwurf durch ein Auswahlgremium ermittelt. „Die Alte Kämmerei ist ein Baudenkmal direkt am Rathaus, auf das ich täglich aus meinem Büro schauen kann. Ich freue mich, dass so viele interessante Vorschläge eingegangen sind und ich bin gespannt, wer das Rennen machen wird“, so Oberbürgermeister Thomas Geisel.

Auf zukünftig nicht mehr für den Großmarkt erforderlichen Flächen werden Gewerbe- und Büronutzungen geplant. Dieses Quartier kann somit gute Verbindungen durch bessere Nutzbarkeit für sein Umfeld bewirken (© IDR)

Düsseldorfer Großmarkt
Nach Jahren der Planung steht nun auch die Richtung für den Düsseldorfer Großmarkt fest, wie der Oberbürgermeister in seiner Präsentation ausführte: Das rund 16 Hektar große Areal wird aktuell durch die städtische Tochter IDR neu geplant. Die Großmarkthändler werden den Großmarkt in eigener Regie weiterführen und zukunftsfähig aufstellen. Auf zukünftig nicht mehr für den Großmarkt erforderlichen Flächen werden Gewerbe- und Büronutzungen geplant. Dieses Quartier – im Moment nur von Außen wahrnehmbar – kann somit gute Verbindungen durch bessere Nutzbarkeit für sein Umfeld bewirken.

Entrée Süd der Messe Düsseldorf 
Mit der neuen Messe Süd/Halle 1 der Messe Düsseldorf nimmt ein weiteres städteplanerisches Projekt Fahrt auf. Kürzlich wurde Richtfest für die neue Halle 1 und den repräsentativen Eingangsbereich mit großem, lichtdurchflutetem Vordach gefeiert. Die Fertigstellung ist für den kommenden Herbst geplant.

Wie sich Bekanntes mit Neuem verbindet, Vertrautes bewahrt und dennoch neue Richtungen einschlägt, zeigen eine Reihe weiterer Projekte, die Oberbürgermeister Thomas Geisel ebenfalls dem Publikum in München präsentierte.

Bilker Bunker
Außergewöhnliche Objekte zum Leben erwecken, ist das Credo des Düsseldorfer Architekturbüros „KüssdenFrosch“. Der Bilker Bunker ist ein solches Objekt. In den unteren Geschossen und im Inneren des Bunkers entstehen kulturelle Nutzflächen und Urban Gardening, auf dem Dach fünf Penthäuser.

In den unteren Geschossen und im Inneren des Bunkers entstehen kulturelle Nutzflächen und Urban Gardening, auf dem Dach fünf Penthäuser (© anderswohneninderstadt.de/Pixelflix Architekturvisualisierungen)

Fashionhäuser an der Danziger Straße
Früher eine bekannte Adresse für die Modebranche: Die Fashionhäuser an der Danziger Straße. Inzwischen ist ein ganz neues Nutzungskonzept im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet worden. Auf dem rund 4 Hektar großen Grundstück entsteht unter dem Namen „Deiker-Höfe“ in den nächsten Jahren ein lebendiges Wohnviertel mit circa 400 Wohnungen, Büros, einem Hotel, einer KITA sowie einem Gastronomie- und Nahversorgungsangebot.

St. Anna Quartier
Eine besondere Beziehung zum St. Anna Quartier hat der ausführende Architekt Thomas Rosiny: Sein Vater, Nikolaus Rosiny, hat die 1968 geweihte und seit vergangenem Jahr nicht mehr genutzte St. Annakirche entworfen. Auf dem alten Kirchengrundstück St. Anna in Düsseldorf Niederkassel entstehen zukünftig 85 Wohneinheiten, eine Kita und auch wieder eine Kapelle als Gebetsort.

The Cubes
„Wohnraum für Studenten wirkt sich auch positiv auf die Entwicklung Düsseldorfs als Hochschul-Standort aus“, so Oberbürgermeister Geisel. Mit The Cubes entsteht eine neue Generation des studentischen Wohnens. Zentral und fußläufig zur Fachhochschule Düsseldorf liegen die ersten, privat finanzierten Studentenappartments in Düsseldorf. Auf einer Gesamtfläche von 2.800 Quadratmetern bietet das Objekt nach Fertigstellung möblierten Wohnraum für 130 Studierende, die zwischen Einzelapartments und Wohngemeinschaften wählen können.

„New Work“
Die gelungene Verbindung von Leben und Arbeiten verbirgt sich hinter dem Begriff „New Work“. Mit dem geplanten Umzug in ein neues Gebäude am Düsseldorfer Großmarkt stellt sich die Mediaagentur Crossmedia dieser Herausforderung. Das Unternehmen übernimmt nicht nur selber die Entwicklung des umfangreichen Umbaus an der Hugo-Viehoff-Straße, es legt auch großen Wert auf die aktive Beteiligung und Einbindung der Mitarbeiter.

Viele weitere Projekte werden detailliert vorgestellt unter www.duesseldorf-realestate.de

Der Standort Düsseldorf überzeugt nicht nur mit herausragenden, kreativen und innovativen Immobilienprojekten. Auch die wiederholt starken Zahlen können sich sehen lassen:

•    2017 wurden in Düsseldorf zusätzlich 11.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Damit blickt die Stadt auf einen neuen Höchststand bei der Gesamtbeschäftigung.
•    Der Wirtschaftsraum Düsseldorf ist nach London und Paris für ausländische Investoren nach wie vor FDI-Standort Nr. 3 in Europa (Stand 2016).
•    Rund eine Milliarde Euro an Investitionen fließen bis 2023 in den Schulausbau
•    Investitionen in die Infrastruktur stehen ebenfalls auf der Agenda: unter anderem in den Breitbandausbau, bis in die Gewerbegebiete hinein.
•    ÖPNV und das Fahrradnetz werden kontinuierlich ausgebaut.
•    Auch fließen umfangreiche Investitionen von 400 Millionen Euro für Straßen und Brücken.

Mit 38 Partnern aus der Immobilienbranche ist die Stadt Düsseldorf nun bereits zum 19. Mal auf der Expo Real in München vertreten. Auf dem 500 Quadratmeter großen, zweigeschossigen Stand präsentiert die Stadt herausragende Bauprojekte.

Landeshauptstadt Düsseldorf und Partner
BPD Immobilienentwicklung GmbH, Frankonia Eurobau AG, GERCHGROUP AG, IDR Industrieterrains-Düsseldorf-Reizholz AG, IKP Immobilienberatungs  GmbH, LEG Immobilien AG, Metro Properties Holding, Multi Germany GmbH, PANDION AG, Segro Germany GmbH, Buse Heberer Fromm RAe StB PartG mbH, IKB Deutsche Industriebank AG, INTERBODEN GmbH & Co. KG, Stadtsparkasse Düsseldorf, Stadtwerke Düsseldorf AG, Bahners & Schmitz GmbH, BCP Brack Capital Properties N.V., Catella Project Management, CODIC Development GmbH, Europa Capital Partners LLP, Flughafen Düsseldorf Immobilien GmbH, Gutachterausschuss Düsseldorf, HPP Architekten GmbH, Klüh Service Management GmbH, Mütze Korsch RA GmbH, RKW Architektur +, Schüßler-Plan Ingenieurges.mbH, slapa oberholz pszczulny / sop GmbH & Co. KG, Taylor Wessing Partnerschaftsgesellschaft mbB, Werner Tholl GmbH, aurelis Real estate GmbH & Co. KG, Lindner Unternehmensgruppe GmbH, Quantum Immobilien AG, STRABAG Real Estate GmbH, Dabbel Automation Intelligence GmbH , Immofred UG, Pointreef.

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