Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus (Symbolbild Polizei)

Meerbusch. Ein zuverlässiges „Bauchgefühl“ und ein Anruf bei der „richtigen“ Polizei bewahrte einen Senior davor, Opfer von Trickdieben zu werden. Über mehrere Stunden hinweg hatte der 80-Jährige Anrufe von angeblichen Polizisten und einem angeblichen Oberstaatsanwalt erhalten. Die vermeintlichen Amtspersonen gaben „Steuerermittlungen“ vor, um an das Eigentum des älteren Herrn zu gelangen. Der Betrug ging so weit, dass in der Nacht zu Donnerstag (4.10.), gegen 1:30 Uhr, plötzlich ein unbekannter Mann, mit Schnauzbart und dunkler Lederjacke, vor der Tür des Seniors stand und um Einlass bat. Doch der Meerbuscher wies den „falschen Polizisten“ ab. Bereits nach den ominösen Telefonaten am Abend hatte er Zweifel an der Seriosität der Anrufer gehegt und sich unter 02131 300-0 an die „echte Polizei“ gewandt. Hier hatte er erfahren, dass ihn offenbar Betrüger kontaktiert hatten. Am darauffolgenden Tag erstattete der Senior Anzeige.

Anrufe von „Falschen Polizeibeamten“ gab es mehrere am vergangenen Mittwoch (3.10.) in Meerbusch. Alle bekanntgewordenen Fälle blieben dank aufgeklärter Anschlussinhaber im Versuch stecken.

Der Einfallsreichtum von Betrügern und Trickdieben kennt offenbar keine Grenzen. Nur ein gesundes Misstrauen sowie das Wissen um die Machenschaften der Täter und ein vertrauensvoller Austausch mit Verwandten und Bekannten können davor schützen, hohe Geldsummen oder den Familienschmuck an Kriminelle zu verlieren. Grundsätzlich gilt: Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung und übergeben Sie keinem Unbekannten Geld oder Wertgegenstände. Seien Sie sehr zurückhaltend mit der Weitergabe von persönlichen Daten und Informationen. Ziehen Sie Verwandte oder gute Bekannte hinzu, wenn Sie von Fremden kontaktiert werden und verständigen Sie sofort die Polizei, wenn der Verdacht eines Betrugs besteht. (ots)

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