Teil des Projekts ist die Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin und den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. So stand nun ein Besuch der Schüler in der Kunstschmiedewerkstatt "reSchmiede" an (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lars Heidrich)

Düsseldorf. Am Goethe-Gymnasium an der Lindemannstraße nimmt die Realisierung des Entwurfs „Earth Is Blue“ der Künstlerin Selma Gültoprak aus Köln Fahrt auf. Die Künstlerin konnte die Kunstkommission mit ihrem Entwurf für den Zaun um das Schulgrundstück überzeugen und kann ihre Idee nun realisieren. Sie wird den bestehenden Zaun der Schule an der Lindemannstraße entfernen und ihn durch ihre individuell gefertigte Zaunskulptur ersetzen.

Teil des Projekts ist unter anderem die partizipative Entwicklung von gestalterischen Elementen in Zusammenarbeit zwischen der Künstlerin und den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. Nachdem in Workshops in den Kunsträumen der Schule bereits erste Gedanken entwickelt und auch Modelle erarbeitet wurden, stand nun am Dienstag, 2. Oktober, ein Besuch der Kunstschmiedewerkstatt „reSchmiede“ an, in der der Zaun vom Entwurf in die Realität umgesetzt wird. So konnten die Jugendlichen hautnah erleben, wie die Zaunskulptur entsteht und sich auch einmal selbst als Kunstschmied versuchen.

Schülerinnen durften sich als Schmiede ausprobieren
Anfang des Jahres wurde die geschlossene Kunstschmiede Ziebarth vom 28-jährigen Pascal Reichert übernommen und als „reSchmiede“ in Düsseldorf-Eller wieder eröffnet. Für die angereisten Schülerinnen des Goethe-Gymnasiums, die sich für den Besuch freiwillig gemeldet hatten, hatte der Kunstschmied verschiedene Werkstücke vorbereitet. Die Aufgabe war es, in drei Schritten aus einem 10 Milimeter starken Rundmaterial eine langgezogene runde Spitze zu fertigen. Nach einer Einleitung durch Pascal Reichert und ersten einfachen Grundübungen durften die Schülerinnen dann selbst werkeln und kreativ werden. Am Ende entstanden kleine Schlüsselanhänger, die die Jugendlichen als Erinnerung an den Besuch mitnehmen durften.

Es folgt ein abschließender Workshop
In einem abschließenden Workshop werden Ausschnitte aus Bildcollagen durch die Schülerinnen und Schüler soweit auf Umrisse reduziert, dass sie metalltechnisch umsetzbare Zeichnungen ergeben. Diese Motive sollen sich dann im Zaunentwurf widerspiegeln.

Die Bestandteile des Zaunes werden in den nächsten Monaten in der Kunstschmiede hergestellt. Geplant ist, den Zaun in den Sommerferien aufzustellen, so dass er rechtzeitig zur Einweihung der neuen Schulgebäude steht.

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