Lisa Dobbratz und Silvia Romero Arda erzielten für ihr Team die ersten Tore in der Damen-Bundesliga (Foto: Ralf Isselhorst)

Duisburg. Am Mittwoch, 3. Oktober eröffneten beide RESG-Mannschaften die neue Spielzeit. Ab 15.30 Uhr rollte der Ball in der Halle Beckersloh. Als erstes spielten die Damen gegen die Bergischen, im Anschluss um 18 Uhr spielten die Männer, ebenfalls gegen die Remscheider. Beide Mannschaften lieferten ihren Fans packende Begegnungen.

Die Damen gingen selbstbewusst in ihr erstes Bundesliga-Spiel. Mit Remscheid kam eine erfahrene Mannschaft, die den Start für die RESG nicht leicht machen sollte. Spielertrainerin Silva Romero Arda hatte ihre Mädchen sehr gut vorbereitet und die erste Halbzeit gehörte ganz klar den Gastgebern. Die Spanierin überzeugte von Beginn an und stellte mit ihrem Doppelpack in der 15. und 18. Spielminute die 2:0-Führung her. Der Kampf und die Leidenschaft stimmte. Die zweite Halbzeit begann mit zwei Toren in der 29. Minute. Lisa Dobbratz und die Remscheiderin Saphira Giersch schraubten das Ergebnis auf 3:1. Silva Romero machte ihren Hattrick perfekt und erzielte in der 33. Minute das 4:1. Die Fans der RESG waren völlig begeistert, vom Auftritt der neuen Damen-Abteilung. Dieser Treffer sorgte aber dafür, dass die Bergischen jetzt wach wurden und erhöhten den Druck auf das RESG-Gehäuse. Bis zur 40. Minute drehten sie das Spiel durch Steinmetz (35.), Söhngen (37./39.), Behrendt (39.) und Zech (40.). Mit 4:6 musste sich die RESG in ihrem ersten Spiel geschlagen geben, mit viel Applaus wurden sie von den Fans verabschiedet. Ein überzeugender Auftritt, der Mut auf die weiteren Spiele macht. Lisa Dobbratz war stolz auf die Leistungen ihrer Mitspieler: „Wir konnten Remscheid ein bisschen ärgern und wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Wir waren auch ein wenig von uns selber überrascht. Die Luft war dann aber irgendwann raus und wir waren dann leider nicht mehr so konzentriert.“ Die Spielertrainerin Silvia Romero feierte mit ihren drei Toren einen Einstand nach Maß. Das knappe Ergebnis machte sie zufrieden: „Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben gekämpft, hatten aber leider nicht so viel Glück wie Remscheid. Das war ein guter Start, wir müssen aber mehr an uns arbeiten. Die Motivation ist groß in dieser schwierigen Liga.“ Der Start ist gelungen, die Niederlage macht Lust auf mehr Damen-Rollhockey in Walsum. Am Samstag, 13. Oktober, geht es um 18.30 Uhr mit dem Auswärtsspiel in Düsseldorf weiter.

Direkt im Anschluss an das Damenspiel rollten die Männer der RESG und der IGR auf das Parkett. Vor der Partie wurde das Thekenteam noch verabschiedet. Frau Otten und ihre Mädels haben den Staffelstab weitergegeben und wurden unter großem Applaus verabschiedet. Beide Trainer mussten personell rotieren. RESG-Trainer Christopher Nusch musste auf Miquel Vila verzichten, der sich beim Training am Oberschenkel verletzt hatte. Christopher Berg musste arbeiten. Bei den Remscheidern musste Trainer Marcel Wienberg auf Yannik Peinke und Yannik Lukassen verzichten. Mit der frühen Führung durch Pedro Queiros in der siebten Minute startete der Rekordmeister perfekt ins Spiel. Viele Chancen ergaben sich danach nicht mehr. Beide Mannschaften gingen zunächst kein großes Risiko ein. In der 24. Minute konnte Daniel Strieder zum 1:1 ausgleichen, ein wichtiger Treffer kurz vor der Halbzeit. Wie bei den Damen sollte die zweite Halbzeit für die Gäste besser werden. Daniel Strieder drehte in der 30. Minute das Spiel und traf zum 1:2. Eric Krämer brachte sein Team in der 43. Minute dann endgültig auf die Siegerstraße. RESG-Trainer Christopher Nusch wechselte das ganze Spiel über munter durch und gab vor allem den jungen Spielern wie Dobbratz, Quabeck und Holzter sehr viel Spielzeit. Der Trainer sah sich aber gezwungen, kurz vor Schluss nochmal selber zu reagieren und wechselte sich selber ein. In der 48. Minute traf der Trainer zum 2:3 und wollte jetzt das Unentschieden erzwingen. Walsums Keeper Tobias Wahlen verließ daraufhin sein Tor und sorgte vor dem Remscheider Tor für Unruhe. Nach einem Ballverlust nahmen die Gäste das Geschenk des leeren Tores an und Daniel Strieder traf zum dritten Mal zum Endstand von 2:4. So gingen beide Remscheider Teams als Sieger vom Platz. Trainer Christopher Nusch haderte natürlich etwas mit dem Ergebnis aber auch mit dem Ausfall von Vila: „Die Ausfälle von Vila und Berg waren vor dem Spiel eine Hiobsbotschaft für das gesamte Team. Vila war der beste in der Vorbereitung und sein Fehlen hat sich bemerkbar gemacht. Wir haben versucht das Tempo hochzuhalten, in der zweiten Hälfte war es dann aber weg. Zwei abgefälschte und ein Kontor Tor haben den Remscheidern zum Sieg gereicht. Kurz vor dem Ende mussten wir einfach nur einen Treffer erzwingen.“ Bei beiden Mannschaften reichte eine gute erste Halbzeit nicht für die Siege, daran müssen beide Trainer arbeiten.

Für die Männer geht es am Samstag, 13. Oktober, um 16 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim TuS Düsseldorf Nord weiter, im Anschluss spielen dann wieder die Damen.

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