(Foto: privat)

Mülheim. Am zurückliegenden Samstag, 29. September, war der SPD-Ortsverein Heißen-Heimaterde wieder im Stadtteil unterwegs. Diesmal führte der Weg vom Friedrich-Wennmann-Bad über die Kruppstraße, die Heinrich-Lemberg-Straße und die Hingbergstraße bis hinunter zur Heinrichstraße und von dort über den Wiescher Weg, die Folkenbornstraße, das Mühlenfeld, die Gracht und die Honigsberger Straße zum Heißener Marktplatz, wo der Rundgang endete.

Zum Auftakt stand das Friedrich-Wennmann-Bad im Mittelpunkt des Interesses: „Der derzeitige bauliche Zustand des Bades ist unhaltbar. Es ist daher gut, dass es eine Grundsatzentscheidung gibt, hier am Standort neu zu bauen“, stellt Daniel Mühlenfeld, Ortsvereinsvorsitzender und Stadtverordneter für Heißen-Mitte klar: „Schulen, Vereine und Bürgerschaft sind darauf angewiesen, dass es hier am Standort ein neues, verlässlich nutzbares Schwimmbad gibt – auch wenn es wegen der Prioritätensetzung bei den kommunalen Bauvorhaben vermutlich erst ab 2020 einen Baubeginn geben wird.“

Im Umfeld des Schwimmbads fiel zudem auf, dass der Grünstreifen neben der Bushaltestelle an der Kruppstraße massiv vermüllt ist: „Hier werden wir die Verwaltung bitten, eine Grundreinigung vorzunehmen“, ärgert sich Bezirksvertreter Peter Pickert über den gedankenlosen Umgang mit dem Müll. Ein ähnlicher Zustand fiel später dann auch im Umfeld des Sammelbehälterstandorts im Wendehammer des Mühlenfeld auf; auch hier scheint eine Grundreinigung dringend geboten.

Auf dem weiteren Weg den Hingberg hinab nahmen die Ortsvereinsmitglieder und die sie begleitenden Bürgerinnen und Bürger mit Interesse die Planungen der Mülheimer Wohnungsbau eG für ein Stadtteilbegegnungszentrum kurz oberhalb der Einmündung der Folkenbornstraße zur Kenntnis: „Einen solchen Treffpunkt für das Bürgerschaftliche Leben im Stadtteil hat es schon lange gebraucht. Dass der MWB hier entsprechend handelt, ist ein echter Gewinn für den Stadtteil“, freut sich Daniel Mühlenfeld.

Nicht weniger positiv gestimmt stellte der Ortsverein dann fest, dass die Wiedererrichtung des vor mehr als einem Jahr gesprengten Geldautomaten der Sparkasse an der Einmündung Heinrichstraße kurz vor dem Abschluss steht: „Aus zahlreichen Gesprächen mit den Menschen im Stadtteil war uns bekannt, dass gerade dieser Standort sich großer Beliebtheit erfreut hat. Umso schöner ist es nun, dass hier nun Ersatz geschaffen wurde“, dankte Daniel Mühlenfeld zugleich der Sparkasse, die damit ihre Zusage umgesetzt hat, für Ersatz am Standort zu sorgen.

Zum Ende des Rundgangs nahmen die Ortsvereinsmitglieder noch einmal den Heißener Marktplatz in Augenschein. Hier fehlt es nach der vor einigen Jahren behelfsmäßigen Umgestaltung der Verkehrsfläche nach wie vor an einer abschließenden Lösung: „Uns ist sehr wohl bewusst, dass die finanziellen Spielräume der Kommune begrenzt sind, doch nachdem sich das Konzept der Mischverkehrsfläche in der Praxis bewährt hat, muss hier in absehbarer Zeit gestalterisch nachgebessert werden“, stellt Peter Pickert klar.

Zugleich begrüßten die Kommunalpolitiker, dass schon wenige Wochen nach dem Beschluss der BV 1 der Bücherschrank auf dem Marktplatz bereits errichtet worden ist: „Das ist eine schöne Bereicherung des Ortskerns“, zeigte sich Peter Pickert zufrieden.

Weniger zufrieden ist der Ortsverein mit dem nur schleppenden Verlauf bei der Sanierung der verbliebenen „Käseglocke“: „Die Menschen im Stadtteil warten seit Jahrzehnten auf eine Lösung für diesen inzwischen völlig verwahrlosten Schandfleck. Es wird Zeit, dass sich hier etwas tut“, unterstreicht Mühlenfeld.

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