Vorstellung des Mehrwegbechers "Mein Essen- Mein Becher " v.l.n.r : Margret Schulte, Projektmanagerin der Grünen Hauptstadt Agentur, Umweltdezernentin Simone Raskob, Ratsfrau Jutta Pentoch und Ratsherr Hans-Peter Huch (1. Vorsitzender des AUVG) (Foto: Elke Brochhagen)
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Essen. „Mein Essen – Mein Becher“ – so heißt Essens städtischer Mehrwegbecher, der eine echte Alternative zum Einwegbecher für den Kaffee- oder Teegenuss bieten soll. Allein in Essen wandern nach einer kurzen Nutzungszeit von nur 15 Minuten etwa 80.000 Einwegbecher und –deckel pro Tag in den Müll. Besonders fatal: Gebrauchte Becher können, selbst wenn sie ordnungsgemäß entsorgt und nicht achtlos weggeworfen werden, aufgrund ihrer Beschichtung nicht recycelt werden.

„Wir möchten mit dem nachhaltigen Mehrwegbecher als Grüne Hauptstadt Europas einen weiteren Beitrag zur Müllvermeidung leisten. Wenn man durch die Stadt geht, sieht man zahlreiche Einwegbecher und somit Müll, der eingespart werden kann. Ich hoffe sehr, dass wir mit ‚Mein Essen – Mein Becher‘ die Bürgerinnen und Bürger, aber auch Unternehmen und Institutionen unterstützen können, künftig den Einsatz von Einwegbechern zu vermeiden“, sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Der Becher, der in zwei unterschiedlichen Größen beispielsweise in der EMG-Touristikzentrale am Hauptbahnhof für 3,90 Euro erhältlich ist, ist zu 100 Prozent in Deutschland hergestellt und vollständig recycelbar. Er besteht aus einem bruchstabilen sowie schadstofffreien Qualitätskunststoff und ist spülmaschinenfest. Und auch auslaufen tut nichts – dafür sorgt ein dicht verschließender Deckel.

6.700 Essen-Becher ab sofort im Einsatz

Initiiert wurde das Projekt durch den Ausschuss für Umwelt, Verbraucherschutz und Grün und Gruga und umgesetzt von der Stadt Essen, gemeinsam mit der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (EWG), den Entsorgungsbetrieben Essen GmbH (EBE) und der Essen Marketing GmbH (EMG). Bis heute wurden bereits 6.700 Essen-Becher bestellt und kommen zukünftig unter anderem in der Messe Essen, im Cafe Konsumreform, im Kaffee Garten Ruhr im Grugapark, in der Kita St. Maria Himmelfahrt, bei der Emschergenossenschaft, beim Kraftwerkschule e.V., bei der RGE, im Unternehmen Open Grid Europe und im LVR-Klinikum Essen zum Einsatz.

Rabatte bei der Nutzung von Mehrwegbechern

Und auch die ersten Bäckereien geben Rabatte, wenn eigene Becher mitgebracht werden: bei Kamps zahlen Kaffee- und Teetrinker 10 Cent weniger als bei der Nutzung eines Einwegbechers, bei Malzers 20 Cent. „Damit Mehrwegbecher genutzt werden, ist es wichtig, dass auch beispielsweise Cafés und Bäckereien mitziehen. Deswegen gehört zu unserem Projekt auch eine Aufklärungskampagne, die Anbieter ganz gezielt anspricht“, sagt Simone Raskob.

Lebensmittelsicherheit

Weder nationales noch europäisches Lebensmittelrecht verbieten es, Heißgetränke in mitgebrachte Mehrwegbecher auszuschenken. Es gilt allerdings einige Regeln zu beachten. Die mitgebrachten Mehrwegbecher müssen vor dem Befüllen durch Sichtkontrolle auf Sauberkeit überprüft werden. Sind sie verschmutzt, werden sie nicht gefüllt, es sei denn, sie können bedarfsgerecht vor Ort gereinigt werden. Der Becher darf auf keinen Fall die Auslauftülle der Getränkemaschine, die Kannen oder anderen Utensilien berühren. Die Empfehlungen für Kundinnen und Kunden: Reinigen Sie Becher und Deckel nach jedem Gebrauch mit wenig Spülmittel und heißem Wasser. Geben Sie im Geschäft nur den sauberen Becher ohne Deckel ab. Nehmen Sie den gefüllten Becher entgegen und schließen Sie diesen selbst mit ihrem Deckel.

„Mein Essen – Mein Becher“ in Kürze: 
erhältlich mit 300 und 400 ml Fassungsvermögen
Preis inkl. Deckel: 3,90 Euro
Verkaufsort: EMG-Touristikzentrale am Hauptbahnhof

Über die Grüne Hauptstadt Agentur:

Mit dem Titel Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 hat die Europäische Kommission die Stadt Essen für ihre nachweislich hohen Umweltstandards ausgezeichnet. Um die gesteckten Ziele nachhaltig weiterzuverfolgen und sukzessive umzusetzen, wurde die Grüne Hauptstadt Agentur gegründet: Als Stabsstelle im Geschäftsbereich Umwelt, Bauen und Sport der Stadt Essen koordiniert sie die Zukunftsthemen Klimaschutz, Umwelt, Nachhaltigkeit, Energie, Mobilität und Stadtentwicklung im Konzern Stadt. Dabei kann die Grüne Hauptstadt Agentur auf die seit 2011 erfolgreichen Kooperationen, Netzwerke und Projekte der klima|werk|stadt|essen zurückgreifen, die durch die Grüne Hauptstadt Agentur weitergeführt werden. Die Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts sowie die zwölf Nachhaltigkeitsziele haben eine hohe Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung einer lebenswerten Stadt Essen.

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