Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (Foto: A. Baum/Rhein-Kreis Neuss)

Rhein-Kreis Neuss. Mögliche Entscheidungen der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ der Bundesregierung dürfen nicht zu Dominoeffekten und Arbeitsplatzverlusten im Rheinland führen. Dass sich die NRW-Landesregierung hierfür einsetzen wird, machte Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, jetzt in einem Schreiben an Landrat Hans-Jürgen Petrauschke deutlich.

Laumann unterstützt dabei auch die wesentlichen Aussagen der vom Kreistag des Rhein-Kreis Neuss am 26. Juni beschlossenen Resolution zum Strukturwandel im Braunkohlerevier.

„An erster Stelle muss die ständige Versorgungssicherheit mit preiswertem Strom stehen, der ohne Abhängigkeit vom Ausland erzeugt wird. Hierauf ist unsere heimische, oft energieintensive Industrie angewiesen. Ohne Braunkohle kann dies auf absehbare Zeit noch nicht sichergestellt werden“, so Petrauschke.

An der energieintensiven Industrie hängen alleine im IHK-Bezirk Mittlerer Niederrhein 34.000 Arbeitsplätze. Im Rheinischen Revier sind dies rund 92.000 Arbeitsplätze. Hinzu kommen noch rund 10.000 Arbeitsplätze in den Braunkohletagebauen und der -kraftwerken. „Die Frage der Beendigung der Braunkohleverstromung ist gegenüber der Sicherstellung der Energieversorgung und dem Erhalt der Arbeitsplätze in der Industrie nachrangig“, unterstreicht Petrauschke die Prioritäten, die aus seiner Sicht auch die Mehrheit der Kommission so setzen sollte.

Dass die Abschaltung konventioneller Kraftwerke Auswirkungen auf die Sicherheit der Energieversorgung und die Strompreise in Deutschland hat, sieht auch Laumann. Er betont dabei ebenfalls, dass die drohenden Arbeitsplatzverluste im Fokus der Arbeit der Kommission stehen müssen.

„Ich freue mich, dass die Landesregierung meine Position und die der großen Mehrheit des Kreistages unterstützt. Wir werden uns gemeinsam für eine gute Zukunftsperspektive für den Rhein-Kreis Neuss und das gesamte Rheinische Revier einsetzen“, freut sich der Landrat über die Unterstützung aus der Landeregierung.

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