v.l. Thomas Schmitt (SWD), Patricia Mebes (Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken), Bürgermeister Erik Lierenfeld, Klaus Schmitz (Geschäftsführer SVGD) und Klemens Diekmann (Geschäftsführer evd) (Foto: privat)

Dormagen. Kein Geburtstag, an dem die Gratulanten in ihren Glückwünschen nicht die Gesundheit betonen. Gesundheit – ob Sport und Fitness, Wellness, Ernährung oder Prävention – nimmt in der Gesellschaft einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Da ist es nur folgerichtig, dass das Thema Gesundheit auch beim Dormagen-Tag der Stadt Dormagen am 14. September in den Räumen des Norbert-Gymnasiums im Kloster Knechtsteden einen der Schwerpunkte darstellt. Und wer könnte fundierter und sachkundiger zu Gesundheit und verwandten Themen informieren als medizinische Experten? So präsentiert sich das Kreiskrankenhaus Dormagen gleich mit mehreren spannenden Trends beim Dormagen-Tag. Diese Trends vermitteln einen Eindruck davon, was bereits heute möglich ist und wohin die Reise im Gesundheits-Sektor gehen wird.

„Eine Zukunftsmesse mit vielen interessanten Angeboten zum Anfassen – dieses Konzept hat uns sofort angesprochen“, sagt Patricia Mebes, Geschäftsführerin der Rhein-Kreis Neuss Kliniken GmbH, zu der das Kreiskrankenhaus in Dormagen-Hackenbroich gehört. „Wir sind davon überzeugt, dass die Medizin der Zukunft nicht technikdominiert ist, sondern ganz den Menschen in den Mittelpunkt stellt,“ ergänzt die Betriebswirtin, die auch Ärztin ist und eine „bodenständige“ Medizin von Mensch zu Mensch bevorzugt. „In den Rhein-Kreis Neuss Kliniken bieten wir eine Medizin zum Anfassen“, sagt sie und betont: „Die Menschen in Dormagen können sich auf ihr Kreiskrankenhaus vor Ort verlassen.“

Wie fühlt es sich an, alt zu sein? Auf welche Weise kann ein Gürtel einem sehbehinderten Menschen bei der Orientierung helfen? Und: Sind saubere Hände wirklich sauber? Nur drei Fragen, auf die am Stand des Kreiskrankenhauses hochinteressante Antworten gegeben werden. So können Besucher des Dormagen-Tages mit Hilfe eines Alterssimulationsanzugs nachempfinden, wie Seh-, Hör- und Tastsinn im Laufe der Jahrzehnte nachlassen und wie beschwerlich manche Bewegung in fortgeschrittenem Alter werden kann. Dass auf vermeintlich sauberen Händen gefährliche Keime sitzen können, kann mit der Hygiene-Box per Schwarzlicht nachgewiesen werden.

Interaktiv geht es beim „naviGame“ zu, das etwas Vertrauen zum Spielpartner voraussetzt: Denn dem „Läufer“ des jeweiligen Zweier-Teams werden die Augen verbunden. Er bekommt einen Gürtel umgelegt, über den ihn sein Navigator per App durch einen Parcours lotst. Je besser ein Team zusammenarbeitet, desto schneller und sicherer kommt es ans Ziel. Gleichzeitig wird ein Einblick vermittelt, wie es ist, blind zu sein und sich auf andere verlassen zu müssen. Im spielerischen Kontext wird zudem simuliert, wie eine Wegsteuerung sowohl draußen als auch in Gebäuden, zum Beispiel als Patient im Krankenhaus, aussieht und wie man intuitiv den richtungsweisenden Vibrations-Informationen folgen kann, um so direkt zum Ziel zu finden.

Wissen und Fertigkeiten von Patienten stärken und sie dadurch motivieren, einen Beitrag zur Verbesserung oder Erhaltung der eigenen Gesundheit zu leisten – dazu will die PatientenApp „SmartClinicPortal“ der Firma Cerner beitragen, die ebenfalls am Stand des Kreiskrankenhauses vorgestellt wird. Das Ziel ist, den Patienten stärker in den Behandlungsprozess einzubinden: Durch eine intensivere Kommunikation zwischen Patienten und Behandler, aber auch durch wichtige Informationen, dank derer der Patient seine wiedererworbene Gesundheit über das Ende einer stationären Behandlung hinaus stabilisieren und unterstützen kann.

Ganz ohne Technik kommt der Patienten-Chor des Kreiskrankenhauses Dormagen aus. Unter Leitung der ausgebildeten Sängerin Annette Elster treffen sich die Sängerinnen und Sänger einmal wöchentlich zur Probe im Krankenhaus und üben schwungvolle Lieder und fetzige Songs ein, die sie beim Dormagen-Tag vortragen werden. Und wer sich zwischendurch ein wenig erfrischen oder leichtes Magenknurren besänftigen möchte, erhält am Stand der Rhein-Kreis Neuss Kliniken einen knackfrischen Apfel oder einen schmackhaften Smoothie.

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