Christian Voigt, pädagogischer Leiter der Kinderlernküche (Foto: Projekt LebensWert)
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Duisburg. Jeden Tag könnte geschäftiges Treiben und heiteres Kinderlachen die Räume der Kinderlernküche in Neumühl beleben. Aber dem pädagogischen Leiter im Projekt LebensWert, Christian Voigt, fehlen interessierte Frauen und Männer, die den interessierten Dritt- und Viertkläss’lern ausgewogene und gesunde Ernährung vermitteln: „Vom Bedarf und der Nachfrage könnten jeden Tag zwei Kurse für jeweils sechs Kinder stattfinden. Schön wäre es, wenn sich für diese wichtige Aufgabe engagierte Ehrenamt’ler finden würden.“ Voigt freut sich über Anfragen von Interessierten, die wochentags an einem Nachmittag zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden Zeit und Lust hätten, 9 bis 11-Jährigen mit Wissen, Spaß und guter Laune vitaminreiche Essenszubereitung beizubringen. Die festen Kurse beinhalten jeweils 5 Einheiten. Zudem gibt es einen sogenannten „Offenen Kochpoint“ als niederschwelliges Angebot. Über die Kinderlernküche können auch zukünftig Kindergeburtstagsfeiern gebucht werden.

Die Notwendigkeit solcher Kochangebote sieht Voigt unter anderem in den Abläufen der Ein-Elternteil-Familien oder der Notwendigkeit des Doppelverdienens: „„In Zeiten von Betreuung in Ogatas und eines straffen Familienmanagements für die wenige gemeinsame Zeit, sind solche Angebote für die Zukunft der nächsten Generationen enorm wichtig.“ Der weitere Grund sei die aktuelle Analyse der Bertelsmann-Stiftung für den „Keck-Atlas“. Demnach hat die Anzahl der Kinder unter 15 Jahren, deren Familien 2017 Transferleistungen erhielten, weiter zugenommen hat. So stieg die Kinderarmut im Duisburger Durchschnitt von 31,8 auf 32,7 %, d.h. jedes dritte Duisburger Kind lebt von Hartz IV. Schon 2016 lag in den Quartieren Neumühl, Alt-Hamborn, Obermarxloh und Marxloh die SGB II-Quote bei den unter 15-Jährigen mit 34,3 bis 48,5 % deutlich über dem Mittelwert. „Daher werden die Kurse aus Zuwendungen bezuschusst, um allen interessierten Kindern aus allen sozialen Schichten, Herkünften und Religionen die Teilnahme und Teilhabe durch geringe Eigenbeiträge zu ermöglichen“, erklärt Voigt.

„Werden Sie Stifter für den dauerhaften gesellschaftlichen Frieden in unserer Stadt! Werden Sie Erbauer für eine sichere Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen! Werden Sie Teil im Kampf gegen Kinderarmut!“, motiviert Voigt zur Kontaktaufnahme über 0203-50 340 64 oder c.voigt@projekt-lebenswert.de. Neue Ehrenamt‘lerinnen und Ehrenamt‘ler erhalten beim Projekt LebensWert einen Präventionskurs. Persönliche Kosten für ein notwendiges Führungszeugnis fallen nicht an.

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