v.l. Dorothee Stamm, Jonas Kropp, Ansgar Heveling MdB, Sylvia Theis (Geschäftsführung Medtronic), Andrea Irmen, Thilo Tübler (Foto: privat)

Meerbusch. Insulinpumpen für Diabetiker, mobile EKG-Geräte oder Instrumente für die minimalinvasive Chirurgie: Über die vielfältigen Möglichkeiten des Einsatzes medizintechnologischer Innovationen informierte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Krefeld I – Neuss II, Ansgar Heveling, bei einem Besuch der Firma Medtronic in Meerbusch. Das 1949 in Minneapolis als medizinischer Reparaturbetrieb gegründete Unternehmen ist heute ein international führender Anbieter für Medizintechnik und medizinische Serviceleistungen. Seit 2008 befindet sich die Deutschlandzentrale in Meerbusch, etwa 400 Mitarbeiter sind am Standort tätig.

Geschäftsführerin Sylvia Theis und Dorothee Stamm, Government Affairs Manager, gaben dem Abgeordneten umfangreiche Einblicke in das Unternehmen und informierten über innovative Produkte und Therapien wie Insulinpumpen für Diabetiker sowie den kleinsten Herzschrittmacher der Welt. Mithilfe einer Simulatoren-Brille konnte Ansgar Heveling mitverfolgen, wie der Herzschrittmacher Micra in einem minimalinvasiven Verfahren über eine Beinvene in das Herz eingebracht wird.

Vor dem Hintergrund innovativer Verfahren nahmen zudem die Themen Marktzugang und Erstattung durch die Krankenkassen einen zentralen Teil des Gesprächs ein. „Unsere Innovationszyklen sind sehr kurz, etwa alle zwei bis drei Jahre kommen neue Produktgenerationen auf den Markt“, erläuterte Geschäftsführerin Sylvia Theis. „Sowohl bei der Marktzulassung als auch bei der Erstattung gibt es jedoch immer mehr Regularien, die dazu führen, dass medizintechnische Innovationen mit erheblicher Zeitverzögerung den Weg zu den Patienten finden. So kann es aktuell bis zu zehn Jahre dauern, bis eine neue Therapie von den Kassen bezahlt wird. Hier erhoffen wir uns Unterstützung von der Politik.“

„Mit medizintechnischen Neuerungen verbessern wir die Behandlungsmöglichkeiten in unserem Gesundheitssystem. Innovationen dürfen dabei nicht durch zu viel Bürokratie gebremst werden. Wichtig ist es jetzt, für die Patienten wie auch für die Unternehmen im Bereich der Medizintechnik, dass die Zulassungsverfahren schnell und kohärent gestaltet werden.“, so Ansgar Heveling zum Abschluss seines Besuches bei Medtronic.

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