Außenlautsprecheranlage auf einem Rettungsdienstfahrzeug der Feuerwehr Düsseldorf (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer)
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Düsseldorf. Im Rahmen des landesweiten Warntages führt die Feuerwehr einen Probealarm des städtischen Warnsystems der Landeshauptstadt Düsseldorf am Donnerstag, 6.September, 10 Uhr durch. Zusätzlich wird die Warn-App NINA (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz zentral für ganz Nordrhein-Westfalen vom Innenministerium ausgelöst. Auf den Facebook- und Twitter-Seiten der Feuerwehr Düsseldorf wird ebenfalls über den Probealarm informiert. Für Hinweise und Rückfragen von Düsseldorfern ist an diesem Tag das Gefahrentelefon unter der Rufnummer 0211-3889889 von 9.45 bis 11 Uhr besetzt. Die Feuerwehr bittet darum, die Notrufnummer 112 nur für das Anzeigen von tatsächlichen Notfällen und nicht für Nachfragen zum Sirenenprobealarm zu nutzen.

In den letzten Jahren fand jeweils zweimal im Jahr ein Sirenenprobealarm in der Landeshauptstadt statt. Diesmal wird es erstmalig in Nordrhein-Westfalen einen landesweiten Tag der Warnung geben, an dem die Feuerwehr Düsseldorf auch teilnimmt. Der Tag der Warnung soll die Menschen sensibilisieren, welche Warnmöglichkeiten es gibt und das richtige Verhalten bei einer Warnung trainieren. Dadurch sollen nicht nur die vorhandenen Systeme überprüft und so das Bewusstsein der Bevölkerung geweckt, sondern auch die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung gestärkt werden.

Der Probealarm beginnt um 10 Uhr mit dem Signal „Entwarnung“. Dieses ist ein Dauerton von einer Minute, der über das Sirenensystem in der Landeshauptstadt zu hören sein wird, und in der Regel bedeutet, dass die Gefahr vorüber ist. Um 10.06 Uhr erfolgt das Signal „Warnung“, ein auf- und abschwellender Heulton von etwa einer Minute. Dieses soll die Bürgerinnen und Bürger „aufwecken“ und zu Folgendem veranlassen: Feste Gebäude aufsuchen, Türen und Fenster schließen, Radio einschalten, sich auf weiteren Informationsquellen informieren, nur im Notfall den Notruf anrufen und Ruhe bewahren. Um 10.12 Uhr ertönt erneut das Signal „Entwarnung“.  Damit wird der Probealarm beendet.

Die Sirenen werden durch die Feuerwehrleitstelle ausgelöst. Mit dem Probealarm wird das Sirenensystem überprüft. Sofern kein Warnton oder dieser schlecht zu hören ist, bittet die Feuerwehr um Unterstützung der Bevölkerung, indem sie den Mitarbeitern am Gefahrentelefon ihren Eindruck kurz schildert. Aber auch Rückmeldungen über die Sozialen Medien können gerne über die Facebook- und Twitter-Seiten der Feuerwehr abgegeben werden.

Die auf Grundlage der Rückmeldungen der vergangenen Probealarmierungen erstellten Auswertungen sind in die Planungen des Ausbaus der Warnanlagen mit eingeflossen. Des Weiteren werden durch bisher halbjährlich durchgeführte Probealarmierungen den Menschen die Signale und ihre Bedeutung in Erinnerung gerufen, sodass sie bei konkreter Gefahr wie beispielsweise einem Großbrand, Unfällen auf dem Rhein oder im Falle von anderen großflächigen Schadstofffreisetzungen ruhig und besonnen reagieren können.

Eine aktualisierte Informationsbroschüre zu den Sirenensignalen sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter
www.duesseldorf.de/sirenen.html

Übersicht über in Düsseldorf eingesetzte Warnmittel

Sirenen
Der Einsatzleitrechner der Feuerwehr Düsseldorf verzeichnet im Moment 80 Warnanlagen, jedoch können am kommenden Mittwoch vier Anlagen wegen Umbau- oder Abrissarbeiten an den betreffenden Gebäuden nicht angesteuert werden. Die Warnsysteme sind für die Dauer der Bauarbeiten abgebaut und außer Betrieb gesetzt. Doch durch die größtenteils überlappende Abdeckung der Sirenen ist in den Bereichen mit keiner Einschränkung der Beschallung zu rechnen.

Verhaltenshinweise Sirenenwarnung

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude oder Wohnung aufsuchen
  • Türen und Fenster schließen
  • Radio einschalten: WDR 2 auf UKW 99,2 MHz über Antenne und 96,65 MHz über Kabel oder Lokalsender Antenne Düsseldorf auf UKW 104,2 MHz (Antenne) und 94,45 MHz (Kabel)
  • Informationen und Durchsagen beachten
  • Nachbarn informieren
  • Nur im Notfall die Notrufnummern 110 oder 112 wählen

Mehr Informationen gibt es am Gefahrentelefon 0211-3889889 und auf den Facebook-Seiten der Landeshauptstadt und der Feuerwehr unter
www.facebook.com/duesseldorf
www.facebook.com/duesseldorf.feuerwehr

Modulares Warnsystem – MoWaS
Das Modulare Warnsystem MoWaS wird vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz betrieben, um bei Gefährdungslagen einen möglichst großen Teil der Bevölkerung zu erreichen. Die Übertragung der Warnmeldungen per Satellit und redundant kabelgebunden macht das System unempfindlich gegen Stromausfälle und Ausfälle der terrestrischen Übertragungswege, wie dies insbesondere in Katastrophengebieten häufig der Fall ist.

Das System kann über die Lagezentren der Länder aber auch über die Leitstellen der Kreise und kreisfreien Städte ausgelöst werden. Für die ausgesendeten Warnungen können andere Behörden oder auch Unternehmen und Sendeanstalten erreicht werden. Darüber erfolgt die flächendeckende Verbreitung an die Bevölkerung. Über die jeweiligen Einstellungen kann die Reichweite der Meldung vorab eingestellt werden. Zusätzlich können die Menschen direkt über die eigene Endgeräte erreicht werden wie zum Beispiel Radio, Internet oder Mobilfunk-App, aber auch Sirenen können durch das System direkt angesteuert werden.

Notfall-Informations- und Nachrichten App NINA
Der Ausgangspunkt für die Notfall-Informations- und Nachrichten App NINA ist das modulare Warnsystem MoWaS. Wichtige Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einem Großbrand aber auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes können darüber ausgesendet werden. Optional kann die Warnung auch standortbezogen an den jeweiligen Nutzer geschickt werden. Dies macht es möglich, eine Vielzahl an Menschen im angegebenen Umkreis zu erreichen. Die kostenlose App ist für Android-Geräte und IOS-Geräte über Google Play Store sowie Apple App Store herunterladbar.

Lautsprecherwarnfahrzeuge
Die Feuerwehr Düsseldorf verfügt über rund 160 Einsatzfahrzeuge, die mittels Außenlautsprecher Warndurchsagen durchführen können. Neben Einsatzleit- und Kleineinsatzfahrzeug handelt es sich dabei um die Rettungsdienstfahrzeuge der Landeshauptstadt, die alle mit der notwendigen Technik ausgestattet sind. Mit vorbereiteten Texten auf einer Warn-CD und festgelegten Fahrrouten können so schnell Menschen in vielen Bereichen der Stadt erreicht werden. Zusätzlich können Fahrzeuge ohne Warnmöglichkeit innerhalb weniger Minuten mit einer mobilen Anlage ausgestattet werden, um auch diese für die Warnung der Bevölkerung einzusetzen.

Soziale Medien – Internet, Facebook und Twitter
Die sozialen Netzwerkseiten der Feuerwehr Düsseldorf haben mit derzeit rund 36.000 Fans und Followern in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung bei der Bevölkerungswarnung gewonnen, so zum Beispiel bei einem Großbrand im Februar diesen Jahres in Benrath oder bei Evakuierungen im Rahmen eines Kampfmittelfundes. Durch die Möglichkeit jederzeit auch die Inhalte auf der Internetseite der Feuerwehr anzupassen, kann auch nachts und am Wochenende eine zeitgemäße Informationsverteilung an die Bevölkerung erfolgen.
www.duesseldorf.de/feuerwehr.html
www.facebook.com/duesseldorf.feuerwehr
twitter.com/BFDuesseldorf

Neben den Seiten der Feuerwehr verfügt die Stadt Düsseldorf ebenfalls über eigene Seiten in den sozialen Netzwerken mit aktuell über 120.000 Fans und Followern.

Radiowarndurchsagen
Über im Vorfeld abgestimmte Abläufe mit den Lokalradiosendern können innerhalb weniger Minuten durch die Feuerwehr Warnmeldungen ausgegeben werden. Selbst nachts und am Wochenende besteht über ein spezielles Verfahren die Möglichkeit, direkt aus der Leitstelle der Feuerwehr das laufende Radioprogramm zu unterbrechen, um entsprechende Warnungen an die Bevölkerung weiterzugeben. Über das modulare Warnsystem können durch Priorisierung sogar über die Stadtgrenze hinaus die bekannten öffentlichen Fernseh- und Radioanstalten erreicht werden.

Gefahrentelefon
Die Landeshauptstadt verfügt über ein Gefahrentelefon, das im Einsatzfall durch Mitarbeiter der Stadt besetzt wird. Um bei einer Gefahrenlage so schnell wie möglich für die Menschen erreichbar zu sein, kann anfangs eine Bandansage mit wichtigen Informationen versehen werden, um ersten Hinweise herauszugeben. Sobald dann die Telefone durch die Mitarbeiter besetzt sind, beantworten diese alle wichtigen Fragen. Innerhalb von wenigen Minuten sind bis zu zwölf Arbeitsplätze eingerichtet, an denen die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger entgegengenommen und beantwortet werden. Das Gefahrentelefon ist dann unter folgender Nummer zu erreichen: 0211-3889889.

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