WM-Gold im K4 über 500 m (v.l.) für Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) (Foto: © Ute Freise)
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Essen/Oberhausen. In den Finalrennen des heutigen Vormittags sorgten die Titelverteidiger im K4 der Herren über 500m Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim) aus deutscher Sicht für den krönenden Abschluss: Obwohl das deutsche Quartett „den Start ein bisschen verpennt“ hatte, wie Schlagmann Max Rendschmidt einräumte, eroberten sich die vier im Verlauf des Rennens die Führung und hielten schließlich bis zur Ziellinie die Europameister aus Spanien sowie die noch bei Hälfte der Distanz knapp führenden Ungarn in Schach. Mit rund vier Zehntelsekunden Vorsprung sicherten sich die Deutschen unter dem Jubel der zahlreichen Deutschen Fans erneut den Titel.

Abgesehen vom nicht ganz optimalen Start „lief es dann auf der Strecke umso besser. Die Jungs haben mächtig Druck gemacht, so konnte ich mein Ding ‚runterfahren. Wir wussten, dass die anderen Boote stark sind. Aber wir waren gut vorbereitet und wissen auch, was wir können“, äußerte Max Rendschmidt nach dem Rennen. Ronny Rauhe, der mit dem heutigen Sieg seinen insgesamt 15. WM-Titel errang sagte: „Wir hatten genau analysiert, wo die Spanier mit ihrem Endspurt anfangen und wollten mit unserem vor ihnen beginnen. Das habe ich am Ende dann ganz schön gemerkt, wir sind auf den letzten 20-30 Metern auch etwas langsamer geworden. Aber egal, es hat zum Sieg gereicht, ich bin super glücklich.“ Auch Tom Liebscher genoss den Sieg im K4 und verteilte im Siegerinterview auch ein großes Kompliment an die Zuschauer. „Die Portugiesen machen hier mächtig Stimmung, da macht es einfach Spaß zu fahren.“

Schon am Samstag sorgte im letzten Finalrennen des Tages der K4 der Herren über 1000m mit Tamas Gecsö (Potsdam), Jacob Schopf (Berlin), Jakob Thordsen (Hannover) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) für das dritte DKV-Gold. Das deutsche Quartett stürmte mit einem Start-Ziel-Sieg überraschend zum Titel vor dem Boot aus der Slowakei und dem Quartett aus Spanien. „Anders als bei der EM konnten wir diesmal ganz ohne Druck ins Rennen gehen. Wir hatten sehr gut trainiert und wollten diesmal zeigen, dass wir es besser können als bei der EM“, bilanzierte Tamas Gecsö ihren Coup.

Lukas Reuschenbach erklärte die großartige Leistungssteigerung damit, dass das in diesem Jahr neu zusammengesetzte Team vor der EM nur wenige gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren konnte und dort aus dem Training an den Start gegangen war. Nach zwei umfangreichen Trainingslagern vor der WM hatten die Bundestrainer Hanisch und Ulm ihre Mannschaft nun zum Saisonhöhepunkt auf den Punkt genau topfit gemacht und auch die Harmonie im Boot war in Portugal deutlich zu erkennen. Damit erzielte das Boot vom Start weg eine erhöhte Grundgeschwindigkeit, womit es sofort die Führung übernahm, die es bis zum Ziel souverän verteidigen konnte. Nach der Bronzemedaille bei der WM 2017 feiert Reuschenbach nun sensationell den Titel des Weltmeisters 2018.

Der Zieleinlauf des K4 beim 1000m Lauf (Foto: privat)
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