Bewegen-hilft-Gründer Guido Lohmann (3.v.li) freut sich mit Carsten Kämmerer (2.v.li) (Foto: privat)
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Rheinberg. Regen! Beim Aufbau der Tombola um 5.30 Uhr sah es nicht so aus, als sollte dieser Tag vom Erfolg gekrönt werden. Petrus öffnete seine Schleusen und es regnete in Strömen auf dem Ossenberger Dorfplatz. Trotzdem ließen sich Carsten Kämmerer und sein Team die Laune nicht verderben und so galt das „Es wird schon werden“ als vorläufige Durchhalteparole.

Und es wurde tatsächlich besser. Pünktlich zum Verkaufsstart der Lose und mit Beginn des Wochenmarktes um 8 Uhr schien die Sonne und die Besucher kamen in Strömen auf den Ossenberger Dorfplatz, um Lose zu kaufen und sich eine Ciurrywurst für den guten Zweck an „Peter´s Suppenküche“ schmecken zu lassen. Außerdem erfuhren die Besucher einiges Wissenswerte über die Aktion „Bewegen hilft“ und das Angelman-Syndrom, das an diesem Tag ins Licht der Öffentlichkeit gerückt wurde.

„Ich hätte gern 20 Lose“, „Ich nehme 10“ war immer wieder zu hören. Miriam Arnz und ihr Freund Hendrik Adam kamen kaum nach die Lose auszugeben. Andrea Arnz und Carsten Kämmerer tauschten dann die Gewinnlose in Preise um und kamen dabei richtig ins Schwitzen. „Tja, Bewegen hilft“, ließ Kämmerer mit einem Augenzwinkern wissen.

Nach knapp 2 Stunden waren die Lose verkauft

Um 9.23 Uhr hieß es dann: „Nichts geht mehr“. 1300 Lose waren verkauft. „Mit diesem Tempo habe ich nicht gerechnet“, ließ Kämmerer wissen. „Ich weiß, dass ich mich auf die Ossenberger verlassen kann, aber dass es so schnell geht. Wahnsinn“, wusste der 45-Jährige zu berichten. Und tatsächlich kamen Jung und Alt, Ossenberger und Auswärtige, sogar aus Schermbeck, Wesel, Kamp-Lintfort und Moers zum Dorfplatz. Auch die 1. Mannschaft der Ossenberger Concordia schaute nach dem Training vorbei. Lose gab es da allerdings keine mehr. Kein Grund für Trübsal, denn Peter Schmidt aus Peter´s Suppenküche beteiligte sich ja ebenfalls an der Aktion und verteilte Curry- und Bratwurst für den guten Zweck.

Diese Wurst ließen sich, neben den Spielern, auch Maskottchen Sam sowie Guido und Monika Lohmann, die Initiatoren von „Bewegen hilft“ schmecken. „Es ist Wahnsinn, was Carsten Kämmerer und seine Famile hier auf die Beine gestellt haben. Toll, wie das ganze Dorf zusammenhält“, lobte Guido Lohmann. Einen besseren Start von „Bewegen hilft“ könne es kaum geben, so der Chef der Volksbank Niederrhein.

Das Angelman-Syndrom in den Mittelpunkt gerückt

Es war aber auch wirklich klasse, welche Gewinne zu erwerben waren. Von Gutscheinen örtlicher Restaurants, Bäckereien, Nagelstudios oder Eiscafés, über Lederfußbälle, Bluetoothlautsprecher, Taschenlampen, Powerbanks, Reise-Sets, Tupperware bis hin zu Fanartikeln von Yvonne Willicks, Olaf Henning, Werder Bremen, dem 1.FC Köln, Schalke 04, dem BVB und dem Deutschen Fußball-Bund. Die Concordia aus Ossenberg stiftete ein Original-Trikot der Elf mit der Nummer 99 und dem Schriftzug „Bewegen hilft“.

„Bewegen hilft“ unterstützt seit 2013 soziale Projekte am Niederrhein und macht sich in diesem Jahr auch für den Angelman e.V. stark. Das Engagement von Kämmerer und seiner Familie beruhen auch darauf, dass Stieftochter Lea an diesem Syndrom leidet. „Es ging uns bei der Tombola auch darum mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und auf das Angelman-Syndrom aufmerksam zu machen“, ließen Lea´s Mama Petra Moroni und Carsten Kämmerer wissen. Ein Vorhaben, dass ansolut gelang, denn immer wieder tauchten FRagen zum Syndrom auf.

Um 12 Uhr war dann auch die Currywurst ausverkauft und eine gelungene Aktion neigte sich dem Ende zu. Kämmerer dankt allen, die geholfen haben und die gekommen sind, um den guten Zweck von „Bewegen hilft“ zu unterstützen.

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