Schon gut eingespielt: Der neue Chefarzt des Bethanien Labors, Dr. Thomas Becker, mit der Leitenden Laborassistentin Sabine Lohmann (li.) und Heike Kocks (re.) als Stellvertreterin (Foto: KBM/Engel-Albustin)

Moers. Seit Juli leitet mit Dr. Thomas Becker erstmals ein Chefarzt das klinikeigene Labor des Krankenhauses Bethanien. Der 59-jährige Facharzt für Labormedizin tritt die Nachfolge von Laborleiter Jan-Hendrik Prinsen an, der nach 22 Jahren jetzt regulär in den Ruhestand ging. „Der Labormedizin kommt eine wesentliche und zunehmend wichtige Bedeutung für das Krankenhaus zu. Wir sind froh mit Dr. Becker einen gestandenen Facharzt gefunden zu haben, der einen großen Erfahrungsschatz mitbringt“, begrüßte Stiftungsvorstand Dr. Ralf Engels den neuen Chefarzt. Mit Dr. Thomas Becker als weiterem leitenden Mediziner verfügt Bethanien über nunmehr insgesamt 13 Chefärzte.

Dr. Thomas Becker soll an der weiteren Modernisierung des Krankenhauslabors mitwirken, dessen Kapazitätserweiterung derzeit geplant wird. Bereits heute finden dort – vollautomatisiert und voll digitalisiert – rund 1,4 Millionen klinisch-chemische Untersuchungen und rund 100.000 Blutbilduntersuchungen im Jahr statt. Dazu zählen auch mikrobiologische Untersuchungen. „Hier ist besonders die Empfindlichkeitstestung gegen Antibiotika wichtig, um für die Patientinnen und Patienten die bestmögliche Auswahl eines Antibiotikums zu ermitteln – ein wichtiges Verfahren bei der Suche nach multiresistenten Keimen“, sagt Dr. Becker. Das Labor spielt eine herausragende Rolle bei der Diagnose und Therapiefindung im Krankenhaus. „Rund 70 Prozent der medizinischen Diagnosen und klinischen Entscheidungen werden maßgeblich unter Zuhilfenahme einer umfassenden labormedizinischen Untersuchung gestellt“, weiß Dr. Becker.

Ein großer Vorteil des klinikeigenen Labors für Patienten und Ärzteteams ist die unmittelbare Nähe zu allen Fachklinik des Krankenhauses. Untersuchungen können dadurch einfacher und unkomplizierter durchgeführt werden. Dadurch können Ärzte schneller auf Untersuchungsergebnisse zurückgreifen. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das eine frühere Diagnose und eine schnellere Therapie. Zudem kann ein klinikeigenes Labor unverzüglich auf Notfälle bei den Patienten reagieren – Tag und Nacht. „Wir arbeiten rund um die Uhr an jedem Tag im Jahr“, erläutert Chefarzt Dr. Becker. „Ein klinikeigenes Labor ist in Krankenhäusern heute nicht selbstverständlich. Die Vorteile, die ein hauseigenes Labor mit sich bringt, waren ein entscheidender Grund für mich, die Leitung des Labors in Bethanien zu übernehmen“, so der Mediziner.

Dr. Becker ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt mit seiner Familie in Neukirchen-Vluyn.

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