Dr. Almut Pulla (Foto: St. Elisabeth-Hospital)

Meerbusch. Mit Dr. Almut Pulla als neuer Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie ergänzt eine weitere Naturheilkunde-Spezialistin das Team um die Chefärzte Dr. Stefan Ewerbeck und Dr. Stefanie Freudenberg im Rheinischen Rheuma-Zentrum des St. Elisabeth-Hospitals Meerbusch-Lank. Almut Pulla bringt neben ihren Kenntnissen der Schulmedizin auch umfangreiches Wissen zu Naturheilverfahren mit. Sie kombiniert in ihren Behandlungen beides miteinander.

„Wir sind sehr froh, dass Frau Dr. Pulla nun unser Team verstärkt“, freut sich Dr. Stefan Ewerbeck, Chefarzt und Ärztlicher Direktor des Hauses. „Nun haben wir für den Bereich der Alternativen Medizin neben Frau Dr. Nasanjargal eine weitere Spezialistin.“ Almut Pulla hat in Essen studiert und nach ihrer Assistenzärztinnen-Zeit in einer Klinik für Naturheilverfahren gearbeitet.

Gut für chronische Kranke

„Gerade diese Kombination einer Behandlung von Alternativer- und Schulmedizin ist besonders gut geeignet für chronisch Kranke. Und das sind  Rheuma-Patienten ja“, erläutert Almut Pulla. „Eine chronische Krankheit ist zwar nicht heilbar, dennoch können wir die Schmerzen lindern“, weiß sie. Besonders bei Patienten, die schon sehr lange erkrankt sind, kann sie auf gute Erfolge in der Schmerzlinderung verweisen.

Klassische Naturheilverfahren

Am Beginn ihrer Behandlung steht ein ausführliches Gespräch mit dem Patienten, die sogenannte Anamnese. Dabei fragt sie ihn zu  Schlaf, Bewegung, Ernährung und Stressfaktoren im sozialen Bereich. Basis ihrer naturheilkundlichen Behandlung sind die fünf Säulen nach Kneipp: Wasser (Hydrotherapie), Pflanzen (Phytotherapie), Bewegung, Ernährung und Ordnungstherapie. Aufgrund der Informationen, die der Patient ihr zu seinem Leben gegeben hat, wählt sie in diesen fünf Säulen individuell passende Verfahren aus. Und prüft, welche ergänzenden Techniken es für ihn gibt.

Patient muss mitmachen

„Dabei muss ein Patient aber auch motiviert sein, etwas zu verändern“, macht sie deutlich. „Bei vielen merke ich im ersten Gespräch, dass sie aufgegeben haben, an eine Schmerzlinderung zu glauben. Sie haben einfach resigniert“, erzählt Almut Pulla. „Viele haben eine Odysee bei verschiedenen Ärzten hinter sich.“ Hier gilt es erst einmal, Vertrauen aufzubauen und die Motivation zu stärken.

Almut Pullas Aufgabe ist dabei, die Therapieverfahren zu demonstrieren, zu begleiten, zu motivieren und die Erfolge zu überprüfen. „Denn irgendetwas geht immer.“

Immer wieder stellt Almut Pulla fest, dass sich im Zuge ihrer Behandlung der Umgang des Patienten mit seiner Erkrankung verändert: von ablehnen und verneinen hin zu akzeptieren und mit der Krankheit weiterleben. „Wenn der Patient mitmacht, dann macht im Regelfall auch die Familie schnell mit und unterstützt ihn. Denn auch sie merken die positive Veränderung.“

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