(Foto: Mike Filzen)

Essen. Beim Verfüllen alter Bergwerkschächte in Essen-Heisingen ist am Vormittag flüssiger Beton ausgetreten. Das Verfüllen erfolgte vom oberhalb des Stauseebogens gelegenen Holsteinanger im Bereich der sogenannten „geologischen Wand“. Rund 60 Kubikmeter Beton ließ die Ruhrkohle AG (RAG) allein gestern von oben in Hohlräume der 1952 stillgelegten Zeche Voßhegge einbringen, um die Felswand und den Untergrund zu sichern.

In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Stollenmund der Zeche, der im Bereich des Stauseebogens liegt, neu aufgebaut und mit Gittern und einer zurückliegenden Betonwand gesichert. Über genau diese Wand ist gestern der Beton ausgetreten und über den Stauseebogen in Richtung der Baustelle für die neue Kampmannbrücke gelaufen. Bei Kontrollgängen entdeckte ein Mitarbeiter der RAG das Desaster und leitete sofort erste Sicherungsmaßnahmen ein, das Verfüllen wurde sofort gestoppt.

Trotzdem liefen rund 10 Kubikmeter des Materials über die Straße in Richtung neuer Kampmannbrücke, ohne das Landschaftsschutzgebiet oder die Ruhr bzw. den Baldeneysee zu verschmutzen. Die Feuerwehr unterstützte die Sicherungsmaßnahmen mit Sandsäcken, Mitarbeiter der Brückenbaustelle mit einem Radlader. Das aufgenommene Material wird auf der Brückenbaustelle zwischengelagert. Seit 13.15 Uhr war die Straße gereinigt und wieder frei. Verletzt wurde niemand. (ots)

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