Die Polizei stellte fest, dass die beiden Hunde am Auto angekettet waren. Die Feuerwehr kümmerte sich um die Tiere, die wenig später von ihrem Besitzer abgeholt wurden. (Foto: Polizei Rhein-Kreis Neuss)

Neuss. Am Sonntag (29.7.), gegen 8 Uhr, meldeten sich gleich mehrere Anrufer bei der Leitstelle der Polizei, weil im Erfttal, „Am Derikumer Hof“ über Stunden Gebell zu hören gewesen sein soll. Es stammte offenbar von zwei mittelgroßen Hunden, die an die Felge eines geparkten Autos angekettet waren. Vor Ort bestätigten sich die Angaben. Ein Melder hatte die Tiere in der Zwischenzeit bereits mit Wasser versorgt. Bemühungen den Hundehalter ausfindig zu machen verliefen erfolglos. Mit Hilfe der Feuerwehr wurden die zutraulichen Tiere in Obhut genommen und eine Nachricht am Auto des vermeintlichen Besitzers hinterlassen. Dieser holte die beiden Hunde wenig später ab. In einem Ordnungswidrigkeitenverfahren wird nun geprüft, ob ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt.

Die Polizei bittet alle Hundehalter: Seien Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst. Machen Sie sich Gedanken über die Unterbringung Ihrer Vierbeiner, wenn Sie nicht selber auf sie aufpassen können. Fest steht auch im vorliegenden Fall: Ein Zurücklassen im Auto ist bei den derzeitigen Temperaturen keine Alternative. Selbst wenn Scheiben einen Spalt weit geöffnet werden, reicht dies nicht, um den Tieren die erforderliche Kühlung zu verschaffen. Da Hunde ihren Temperaturausgleich lediglich über Hecheln regeln können, sind schon wenige Minuten im überhitzten Auto möglicherweise lebensgefährlich. In solchen Fällen schreitet die Polizei konsequent zum Wohl der Tiere ein. (ots)

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